Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 3 (3.1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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54 Breslauer Jüdisches (Bemeinbeblatl v Nr. 3 Druckfehler-Verichtigung. Auf Seite 33 in Nr. 2.1928 de» Gemeindeblattes muß es heißen: Neichsoerband der jüd. Lehrervereine (anstatt Lehrerinnen). Die soziale Gruppe für erwerbstätige jüdisch« Frauen und Mädchen verunstaltet« am 6. März für die Schülerinnen der Hausgehilfinnenschule und den Hausgehilfinnenoerband eine Purimseier in Form eines Masken» festes. Die Mädchen, die ihre Tage in schwerer Arbeit verbringen, sollten hier in ausgelassener Purimsreude das Fest feiern. Sie erschienen in den verschiedensten Kostümen, die sie sich zum größten Teil selbst zusammengestiellt hatten und tanzten und spielten vergnügt miteinander. Unsere Vorsitzende, Frau Edith L a ch m o n n, hielt eine Ansprache an die Mädchen, in der sie besonders' auf Esther hinwies, die sie den Mädchen al» mahnendxs Beispiel vor Augen hielt. Es wurden dann jüdische Lieder gesungen, Mädchen von anderen Vereinen trugen heitere Lieder und Gedichte vor, welche die Mädchen sehr belustigten. Eine Bewirtung mit Pujnmgerichten bildete den Abschluß des schönen Festes. ». Am 8., März hotten wir unsere Schützlinge, etwa 150 Frauen und Männer, zu einer Purimseier in unseren Räumen eingeladen. An schön mis Blume, und Früchten gedeckten Tafeln versammelten sich unsere Gäste. Herr Rabbiner Dr. Hossmann und Frau Edith Lachmann sprachen über die Bedeutung des Purimfestes und ermahnten die Anwesenden, an sich selbst und ihren Kindern zu arbeiten, um sich zu wahren Menschen un» echten Juden zu erziehen. Herr Rabbiner Dr. Hofsmann wies besonders daraus hin, daß wir Juden nicht nur ein Verantwortlichkeitsgejiihl für uns selbst, sondern für die jüdische Gesamtheit haben müssen, da! jedes Unrecht, das von?inem Juden getan wird, die Gesamtheit belastet. Es folgten ernste und heitere Vorträge von Damen und Herren der Gesellschaft, denen wir noch an dieser Stelle unseren besonderen Dank au«sprechen für ihre immer große Bereitwilligkeit. Am 11, März veranstalteten wir in dem Räumen der Oddfellow-Loge ein!» Purimseier für unsere Mitglieder. Nach einer musikalischen Darbietung hielt unsere Vorsitzende trotz des heiteren Festes ein ernste Ansprüche an die Anwesenden, in der sie besonders aus das starke soziale Empfinden der Esther hinwies, und bah wir alle unser« Kräfte anspannen müssen, um soziales Derantwortlichkeitsgefühl bei unseren Schwestern und Brüdern wieder wach zu rufen. Sie betonte, daß das Leben de» Einzelnen nur Sinn und Inhalt hat, wenn er das eigene Ich etwas in den Hintergrund stellt und der Gesamtheit bessere! Lebensbedingungen schasst. Erau Stephanie Berg erstellte durch mit großeim Verständnis oorgetraarne ieder. Ein Ueberschuß sür unsere Jnstitutidnen und einige neue Mitglieder waren der äußere Erfolg des Abendd. , Die Arbeitsgemeinschaft Zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den 3nden, Frankfurt a. M^ Lange st raße 30, veranstaltet eine sür den Absatz innerhalb jüdischer Kreis« in Preußen ministeriell genehmigte Lotterie, deren Ergebnis zur Errichtung einer Tuberkuloseheilstätte sür jüdische Männer oerwendet werden soll. Die Errichtung einer.solchen Heilstätte entspricht einem überaus dringenden Bedürfnis. Die Zentralwohlsahrtsstelle der deutschen Juden und die bei ihr bestehende Arbeitsgemeinschaft Jüdische Tuberkulosefürsorge richten an alle ihr angeschlossenen Wohlfahrtsstellen und Osganisationen die Bitte, das Zustandekommen des bedeutsamen Werkes durch reg st e Beteiligung am Absatz der Lose weitgehend fördern zu wollen. Die Zeiztvalwohlsahrtsstelle der deutschen Juden wird in der Verwaltung des aus dem Ergebnis der Lotterie zu erschafsenden Tuberkuloseheims vertreten sein. Wegen Uebersendung von Losen und Auskünften wende man sich unmittelbar an den obengenannten Verein in Frankfurt a. M., Langestraße 30. Die Jugendorganisation „3aitg-3ub<T, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die jüdische Jugend zu bewußten, aufrechten Juden und verantwortungsvollen Menschen zu erziehen, veranstaltete am 11. März in den Räumen der Oddjellow-Loge anläßlich Purim ein Jugend-Kostümfest. Das Fest wurde mit dem Einzug der AUTOPARK FRIEDRICHSTRASSE K«.»l ussin Einfahrten Neue Schweidnitzer Straße und Höfche'nstraße Fernruf Stephan 32857/68 SneilalwertotattßD für Auto - Reparaturen / / / Dampf - Vulkanisier - Anstalt ✓ ✓ ✓ Großfunkstelle Einstallung dtuarnd und stundanwalsa Tag und Nacht geöffnet Möbeltransport zwischen beliebigen Orten Wohnungstausch Speditionen aller nrt nsere Spezial-kinder-Abteilung unterhält eine besonders große nnd preisweite Auswahl in frühjahrsneuheiten «Ir_,, Mädchen und Knaben Eine sachverständige Bedienung, die auch mit hindern umzugehen versteht, , sorgt dafür, daß auch die Wünsche der Kleinen befriedigt werden BRESLAU, SCHMIEDEBRÜCKE Nr. 7-10 §-(SoldmannL6o?X Breslau 5, Tauen hi enplatz 6 empfiehlt sich zur Lieferung von bester oberfchlefifcher Hausbrandkoble, Drounkohlen-BrikettS, vttinkoblen - BMkrNS. Soskols, HüNenloks und Holz. V Telefon Ring Rr. 84S8 und 842«. A Gefchästgzeit 8-6 Uhr. /\ " ‘ fttü? 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