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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-05-16 · 5 (16.5.1927) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
5 (16.5.1927)
Date
1927-05-16
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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irr. 5 Gesellschaft für jlltßschs Jamllienforschung. Berlin. In dem soeben erschienenen Märzheft der „Mitteilungen für jüdische Familienforschung" beleuchtet, dei Studienrat Dr. S. Bl ach die Beziehungen zwischen jüdischer Voll stunde und Familiengeschichte. Beide könnten voneinander lernen und ich ergänzen; das „Du sollst e» deiüem Sohne künden" gill nicht nur sir religiöse Vorschriften und Familientradition im Sinne von Erlebnissen und Erfahrungen, sondern auch für allerlei Gebräuche und Bolkssttt:n. Ihre Fixierung fei heute um so dringlicher, als gerade jetzt vieljüdische Zentren verschwinden durch Fortwandern ihrer Bewohner in die Großstadt. Der Berfasser berichtet über jüdischen Hausrat, Spiele, Sprichwörter und Melodien."' Professor Dr. Grotte in Breslau, der vi rdienstoolle Erforscher jüdischer Gotteshäuser und Friedhöfe, bringt eine Darstellung seiner eigenen Familie, dke, au» Böhmen stammend, bot bereits 1562 nachweislich ist und stch nach Ungarn und Wien ausgel reitet hat. — Friedrich Wervach- Potsdam stelle auf Grund amtlic »er Listen die 278 jüdischen Einwohner der Stadt Frankfurt a. O. zusammen, die 1812 festen Namen annahmen. Ihre bisherigen und ihre neuen Namen werden angeführt. Dasselbe bietet uns L. Horwitz - Kassel für die 744 Seelen starke jüdische Gemeinde in Königsberg i. Pr. Dr. Erwin M. Dreifuß Berlin gibt ein Kapitel seines soeben erschienenen Buches „Die Farm! iemutmen der Juden" und zwar das besonders Interessante über die p> litischen Gründe, aus denen heraus alle europäischen Regierungen vor etua 100 Jahren ihre jüdischen Untertanen uir Annahme fester Namen nötigen. Nicht sowohl verwaltungstechnische Gründe, als vielmehr hauptfächli«) der Wunsch, die Juden möglichst rasch und vollständig zu emanzipieret, d. h. den anderen Bürgern anzugileichen, war die eigentliche Triebfeder. — Max Grunwald-Wien führt seine Darstellung der Deszendenz des Wiener Finanziers Simson Wertheimers fort; dem folgen! Zücherbesprechungen und das stark benutzte Suchblatt. Folgende Frazen dürften unsere Gemeindemitglieder besonders interessieren: 1 Nr. 49. Mein Urgroßvater, ' lieb Philipp (Feiwel) Wesel, genannt Breßlauer, wurde ca. 171 >7 in Breslau geboren und zog 1777 „studierenshalbet" nach P eßburg, wo er 1836 starb. In Preßbura lebten auch zwei Brül er des Genannten: Gabriel (Gumperich) Wesel und Zellel (Salo) Wesel, die gleichfalls aus Breslau gekommen waren. — Die M utter von Feiwel, Gumperich und Zellel Wesel hieß Perla. Ich bit:e um Bekanntgabe von Daten über die oben genannten. Ferner: wie hieß der Gatte Perla's, der wohl auch im Werke von Daiid Kaufmann und Freudenthal („Die Familie Gomperz") Vorkommen dürste. Dr. Sigmund Stiaßny, Wien. Ns. 52. Wer weiß etwas üb:r die Herkunft des Namens Badrian? Unsere Familie stammt aus Sorau in Oberschlesien. Auch in Ostgalizien sollen Namensträuer Vorkommen. Oberlehrer i. R. Badrian, Hamburg. Nr. 53. Woher kommt der Rai ne Sklarek? Gibt es noch andere Linien des Namens außer der mnnigen, die aus Ralchkow und Pieschen (Provinz Posen, jetzt polrisch) stammt? Mein Urgroßvater hieß Eli S„ mein Großvater Ilses S., mein Bater Dr. Max S. Josef Sklarek, Hannover. Nr. 54. .Gibt es außer der Fmnilie des spanischen Staatsmanns Don Isaak Abarbanel noch an)«re, die ihre Abstainmung von König David behaupten? Ich hörte ferner einmal eine ostjüdische Legende, daß König Davids Nachkommen sich erkennen durch eine rings um den Kopf oder rber den Kopf verlaufende Furche» weil hier die Königskrone drück e resp. von der Natur ihr hier ein Platz vorgebildet sei.' Wer weis» etwas über diese Dolkssage? Ärturo Bab, Rivera (Argent.). Da» Sinderland )eim in Bad Flinsberg des Jüdischen Frauenbundes, Ortsgruppe Breslau, ist noch bis zum 19. Juni für > rholungsbedürftige jüdische Frauen und Mädchen des Mittelstandes geöfj net. Für diese Zeitz sind noch Plätze in beschrankter Zahl zu vergeben. Der Tagespreis beträgt 4 Mark. Personen mit ansteckenden odex fd jweren Nervenkrankheiten können nicht aufgenommen werden. Das Heim wird von einer Oberschwester geleitet.' Es bietet durch die gute Berpfleaung, durch liebevolle Betreuung, durch seine herrliche Lage und die heilkräftigen Bädr des Ortes die beste Gewähr für eine gute Erholung. * Anmeldungen nehmen entgegen: Das Büro der Kinderfürsorge des Jüdischen Frauenbundes. Brest,u I, Wallstraße 9, I; Frau Professor Guttmann, Freiburger Straße 11; Frau Emmy Vogelstein, Anger 8. — Den Meldungen ist der Beschleunigung halber gleich ein ärzttiches Attest beizufügen, daß die Betreffenle frei von ansteckenden öder Nervenkrankheiten ist. Der Pale tlne Tonring-Llub beabsichtigt, seine erste Gesellschasisfahrt im Frühjahr 1928 zu veranstalten. Die Verhandlungen mit den Schiffahrtsgesellschaften sind so weit fortgeschritten, daß der Plan für eine Reise von. drei Wochen festgesetzt werden konnte. Hierbei find aus er der Schiffsreise von einem italienischen Hafen aus zirka 8 bis 10 Tag-' Aufenthalt,in Aegypten und Palästina vorgesehen. Es soll versucht werden, den Preis für dies« Reise extrem niedrig zu gestalten, nämlich mit einem Betrag von insgesamt 500 bis 600 Mk. pro Person auszukommen. Anmeldungen zu dieser Ri ise können bereits jetzt erfolgen. . Auskünfte erteilt die Gel chäftsstelle des Palestine Touring.Ckub, Dr. Theilhaber, Berlin-Wilmer! dorf. Uhlandstraße 63. v«»»i«di>s liit lich e Literatur von Gesellschaft jmj Förderung der Wissenschaft de» Judentum», (. v. Das Aprilheft der Monatsschrift für Geschichte und Miss Judentums bj-i igt einen Sammelbericht über die bibelwifienschäft- Plax Wiener. Weitere Berichte über die Literatur der Bibel werden für die nächsten Hefte in Aussicht a u m widmet einen sehr klar "geschriebenen Aufsatz el Formstecher, einem der ersten unter den neueren welche eine philosophische, Begründung des Juden- H)iese Arbeit erhält ihre Ergänzung durchs die sehr ng, welche Im gleichen Hest M. Weißberg ' Aufklärung in Gallien entwirft. Ferner führt vielbeachteten Untersuchungen zur Geschichte der den „Textkritischen Bemerkungen" ® j Baneth's ia kind der Monatsschrift manche Einsendungen zu-! Leserkreise interessieren; auch sie gelangen in diesem gm Baneths zum Abdruck. Der überaus billige matsschrift, 10 Mark für den 6 starke Hefte umwisd sicherlich für Gelehrte wie für Laien ein Anreiz wollen. Man abonniert sie, indem man Mitglied Förderung der Wisienschast des Judentums in Berlin i hen Mindestbeitrag von 10 Mark an diese Gesellschast yl Beit Simon, Berlin?030) oder an einen der endet, welche in jedem Heft der. Monatsschrift auszu ^einzelnen Teilest gestellt. I. Mayb beut Rabbiner Sastyii jüi ischen Theologen, tums versuchten, let ensvolle Schildeifu vor den Aposteln G. Schalem Kcbbala weiter, iw vorigen Iahrgäi gelangen, die weile Htfte mit Aeußepusti B Augspreis der fa senden Jahrgang, sein, sie beziehen z de: Gesellschast zur w rd und den jährlil T ostscheckkonto Pw Bl rtrauensmünner gewählt sind. Da» heim de» Jüdischen Frauenbundes in Wyk a. Föhr fü' tüberkulosgeft h dete Kinder und weibliche Jugendliche wird am 15 Juni eröffnet.! Eistige Anmeldungen sind noch umgehend zu richten ar die „Anmeldestele für Wyk a. Föhr" per Adr. Geschäftsstelle des Ii dischen Frauenbu tdeS, Berlin 6. 2, Rosenstraße 2—4. sdive Do Mitteilungen -es Reichsbandes jüü. Zrvntsolüateo Grtsgruppe Breslau tue Ä l! U, I. Die nächste lai ungen ergehen wb de! Geschäftssührers trc g halten mit deiy un» Jude". II. Am 22. SO Al hosnaß, Treschen üb:r Ottwitz, Pirs 2 Ihr nachmittags IIL Am 12. 3t föl), Pilsnitz, Gro! K 'r s ch h e r g. i Li! ici mit der Ba Sc»miedefeld der Lissa um 12,43 0,7) R.-Mk. Bon Wnld zirk<K35 Minct Alle Mitglied«' An zehörigen sind Be eiliguno. Die I IV. Schwim bpr Besuch unserer abend von 9—10 I überzeugt, daß ein . nehmen würde, wmsl tung sich ansieht. Kameraden lauten: wcrbslose erhalten Stempelkarte. — |€ Zeit von 8Yt bis $! Wir machen nochm jenigen, die ihre Sc, vergbfolgen werden, gegeben hat. V. Kriegsb wollen ihre Adresse sind, unserem Büro beschädigte bei uns VI. Die nächst: hin bereiterklärt. Uns zu allen Vorstellung e rechnen: Deli-Lichtsgie Wellbühne (vorm. VII. Mona Dr. F r a e n k e l be einen kurzen Bericht genommene Bundes h »anders den Redner d erteille ihm das Won im Abwehrkamps", Magdeburg, -n Der ordentlich interessant längere Diskussion Foerder, Elkeles, * Mitgliederversammlung, zu der noch besondere Einrden, findet Anfang Juni statt. Neben dem Bericht wird Kamerad Dr. Ernst Fraenkel einen Bor- Thema: „Walther Rathenaus Weg als Deutscher Pia 73 ai findet folgender Ausflug statt: Klein-Tschansch, Dort Aufenthalt, Gesellschaftsspiele usw. Rückkehr m. Zedlitz nach Morgenau. Abmarsch pünktlich yon der Endstation der Straßenbahn Linie 5. ni veranstalten wir folgende Wanderung: Schmiede- Hrasselwitz, Marschwitz, Muckerauer Wald nach dem Aufenthalt mit Spielen. Rückkehr von Deutsch- Abmarsch morgens 8)4 Uhr von der Endstation 6. Nachzügler benutzen die Bahn nach Deutschab Hauptbahnhof. Sonntagsfahrkarte 4. Klaffe utsch-Lisia nach dem Kirschberg durch den Muckerauer en. - des Bundes und der Sportvereinigung mit ihren h^rzlichst eingeladen. Wir erwarten eine sehr starke “ sflüge finden nur bei gutem Wetter statt, nest: Äm Verhältnis zu unserer Mitgliederzahl ist Pchwimmabende, die nach wie vor jeden..Donnerstag ° »r stattsinden, noch Immer sehr minimal. Wir sind großer Teil ständig diese- Einrichtung in Anspruch \ er nur einmal unsere Schwimmmw Badeeinrichvie Parole für nächsten Donnerstag muß für alle „Auf ins Hallenschwimmbad zum R. j. F." — Er« nur im Büro Freikarten gegen Ausweis durch chwimmkarten werden an: .Schwimmabend in der Uhr vom Kameraden Dan^iger ausgestellt. — darauf aufmerksam, daß wir in Zukunft an die- »äminkarte vergesien haben, keine Einlaßkarten mehr da ein Entgegenkommen hierin zu Mißbrauch Anlaß als öchwi schädigte Kameraden, die stellungslos sind, nebst Angabe, wieviel Prozents erwerbsunfähig sie einreichen, btt wiederholt Stellungen für Kriegsmgeboten werden. *r - henden Kino-Theater haben sich auf unser Gesuch eren Mitgliedern bei Borzeigen der Mitgliedskarte n den Preis für den nächst niedrigen Platz zu beele, Kammer-Lichtspiele, Palast-Theater, Breslauer Marmorhaus), Kristall-Palast. sversammlung vom 2. Mai: Kamerad' grüßte die zahlreich erschienenen Kameraden und gab " über unsere Siedlungsaktion uyd die in Aussicht „auptversamnilung in Breslau. Er begrüßte bedes Abends, Kamerad Dr. Felix^He (m an n, und 1 zu seinem Vortrage; „Ersebntsje 'und Erfahrungen mit besonderer Berücksichtigung des Falle» Haas- Dortraa, der über eine Stunde dauerte und außerwar,' fand lebhaften Beifall. Es schloß sich eine in, an, welcher sich die Kameraden Rechtsanwalt ger pnb Abramfohn beteiligten.

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