Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 3 (1926)
- Issue
- 11 (22.11.1926)
- Date
- 1926-11-22
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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164 f8t*»l«a«t Jüdisches Nr. 11 j ie 3i£>en in Bayern. Mit Freude mutz die jüdische.-Welt es begrüßet, daß^ eine so angesehene Zeitschrift „Dys Bayerland", die älteste und größte illustrierte Heimatzeitschrist des ganzen deutschen Spnusgebietsts, das Problem des Judentums zum Thema eitles ihrer Sonde hefte macht. Denn ein Problem, gleich fesselnd für jüdische wie nlchtjüiische Forscher und Gebildete, wird die Frage des Judentums immer bleiben. Christliche wie jüdische Mitarbeiter haben denn auch die Gipole mischet , zfeh»N>en »er Juden zum bayerischen Staat im 18. Jahrhundert; 2r 'Jt Histpör - München. Die Juden von Augsburg; E. sch ö p s - lich, Zur Geschichte der Juden in München; der Herausgeber selbst. Äaat« archiour Dr. Fridolin Solle der. schreibt über die Schutzjuden des'Ji iliusspitals zu Würzburg. Unter noch so verschiedenen Verhältnissen. in der herzoglichen Residenz München, in der Freien Reichsstadt Augst» trg, in der Bischofsstadt Würzburg. in großen Zügen doch dieselbe Entwi, klung: Schon im 12. und 13. Jahrhundert allüberall als Geldoerleih er ansässig, gegen Ende des Mittelalters in steigendem Maße veriolgt. -verdest die Juden im 15. und 16. Jahrhundert auf längere Zeit aus dm Städten verbannt. Im 18. Jahrhundert aber führt fle der steigen )e Geldbedarf der Städte, Bürger und Fürsten wieder zurück, eine Folge« tscheinuna des überhandnehmenden -Prunkes. Auch als Heeresliefera iten spielen sie eine wichtige Rolle. Andere, namentlich di« zahlreichet Schützjuden des Juliusspitals zu Würzburg, müssen vom Handel in der bescheidensten Form leben, als verachtete Hausier- und Schacherluden. Erst das 19. Jahrhundert, die Zeit der großen Menschheitsbeireistng, bringt den Juden den langersehnten Aufstieg zu materiellem Gedeihen und geistiger Regsamkeit, endlich auch die staatsbürgerliche Gleich tellung. Andererseits setzt jene mächtige Bewegung der Landflucht ein. die alle brauchbaren Elemente des jüdischen Volkstums in die Städte zieht. Zeuge davon die verödeten fränkischen und schwäbischen Judendörfer die verlassenen Judenffriedhöfe mit ihren zur Erde zurücksinkenden Stein, itz ein ergreifendes Sinnbild von der Vergänglichkeit alles Irdischen.! Zeuge davon die Tatsache. daß von all den vielen ländlichen Gott« Häusern In Bayern eia einziges, zu Bechhofen, noch seiner Bestimming dient. M. Janyelowitz widmet ihm eine liebevolle Schilderung. Efn anderes — zujKirchheim — konnte nux mit Mühe vor dem »rohenden Verfalle ist das fränkische Luitpoldmuseum gerettet werde,. Diese Friedhöfe, diese berühmten Synagogen,! vermutlich vom gleichen Meister in den mannigsa!chsten Farben und Formen des Barock ausgemalt, weitere Schätze des Luitpoldmuseums zu Würzburg bilden den prächtigsten Bildschmuck des'Heftes, wohl auch vielen Israeliten, die nicht ihr Weg an Ort und Stelle führte, eine Offenbarung. Die Geschichte eines modernen jüdischen Gotteshauses, die Synagoge zu München, in WoN und Bild (E. S p a e t h - München, stellt eine wertvolle Ergänzung dar. Das schöne Heft ist für jeden Gebildeten, gleichviel welchen Bekenntnisses, gleich interessant, gerade dadurch vermag es 'der Sache des Judentums, einer gerechneten maßvollen Beurteilung, unschätzbare Dienste zu leisten. (Das Heft ist zu beziehen zum Preise von 90 Pfg. durch alle Buchhandlungen und durch den Bayerland-Verlag G. m. b. H. München 2, NW. 17, Schellingstraße 41.) n Geschäftliches. U €# ist jetzt jeder Hausfrau, auch denen, die sich ihr Wirtschaftsgeld sehr einteilen nüissen, Gelegenheit geboten, den bekannten Staubsauger „Vampyr" durch monatliche gqnz kleine Teilzahlungen zu beschaffen. Die altbekannte Firma „E l e k t r o - E i ch w a l d" macht dieses außergewöhnliche Angebot in einem Inserat in dieser Nummer des Gemeindeblattes. Der „Vampyr" wird hergestellt von der „21. E. G. . * * * > Kinderheim Villa Hand, Allheidevad (Schlesien), in idyllisch schöner Lage -- ist das ganze Jahr geöffnet — Zentralheizung— fließendes Wasser in allen Zimmern. Wird von der Inhaberin, der früheren Schullehrerin Frau Fr. Hand, persönlich geleitet. DIE r BEACHTUNG DER INSERATE INTERESSE DER MITGLIEDER Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Schristleitung keine Derantwortung MJTOPARK FRIJEDRICHSTRÄSSE I4«p| Doussin 1! 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