Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1924)
- Issue
- 6 (20.12.1924)
- Date
- 1924-12-20
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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III Jüdische Männer und Frauen! Der Preußisch^ Landesverband, die erste öffentlich-rechtliche Zusammenfassung eines erheblichen Teiles des deutschen Judentums, hpt sowohl diel Aufgaben zq__ Ijösen, die das preußische Judentum besonders angehen, als auch die preußische Ji/denheit zu einem wirkenden Faktor zu machen innerhalb der' Gesamtjudenhdit. Nebeft »der Pflege der überlieferten Schätze der Vergangenheit verlangen wir vorn Landesverband umfassende Mitarbeit an den ZuJcunftsiufgaben. , Im Einzelnen erheben wir folgende Forderungen': 1. Sammlung aller jüdischen{ Kräfte zur Einheit. Gleiches Recht für! alle Richtungen im Judentum, dieser Erhaltung des Judentum* |dienen. — Gleichberechtigung der ausländischen Juden im jüdischen Leben, Gleichberechtigung der Frauen. I J Wirksame politische Vjjrtreimg nach, außen — Schaffung eines umfassenden sozialen Hilfswerks — restlose Demokratiesierung der jüdischen Körperschaften. 2. ln kultureller Beziehung!: ' i Erziehung eines von jüdischem Geiste und jüdischem Bewußtsein durchdrungenen Geschlechts. Der Jugend muß das Judentum lebendig und ^liebgemacht werden. Die jüdische Schule ist zu fördern; nCue'jüdische Schulen! aller Art sind ins Leben zu rufen. Das Hebräische ist als Sprache . unserer J Vergangenheit und als lebende Sprache!.zu pflegen. - , Hierzu brauchen wir einen hochstehenden Lehrerstand, dessen Unabhäng und wirtschaftliche Gleichstellung mit den vom Staat angestellten Lehrern ges chert werden müspen. " < . ■ . 5. Der Kämpf gegen die Feinde des Judentums ist in würdiger Fom zu führen. Nur jüdische Leistung, nicht. Befeuerung, erzwingt Achtung. 4. Das deutsche Judentum hat an dem vom Völkerbund gewährleisteten Aufbau der jüdischen Heimstätte in Erez Israel ideell und materiell mitzuarbeiten. M Die Regelung der jüdischen Emigration, insbesondere ius den Ländern des I Ostens, gehört zu unserem Pflichtenkreise. . | * \ 5. Das jüdische Handwerk und die Produktivierung der jüdischen1 Jugend >ind zu Juden! Nicht durch schöne Abstraktionen kann das Judentum aus seine gegenwärtigen Zerrüttung gerettet! und für alle Dauer in.seiner Reinheit und Kraft erhalten werden; Zukunft liegt in der jüdischen T unsere gkeit rfördern. 'at! fip* Ihr a le tragt Verantwortung! Wahlrecht ist Wahlpflicht! - , / > Wählt am 1. Februar die Liste:!! i » i' 1 .; i Rechtsanwalt Jacobsohn, Öozent Dr. Rabin, Frau Dr. Else Fuchs-Hes, Hugo Lesper, Regierungsrat Dr. Marcus, Cohn, Frau Edith Lachmann, Dr. William Boss, Studienrat Dr. Willy Rechtsanwalt Dr. Gallandj Lippmann Bloch Breslauer Zionistische Vereinigung Misrachi, Ortsgruppe Breslau.