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Jüdischer Bote vom Rhein · 1922-11-10 · 180 (10.11.1922) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
4 (1922)
Issue
180 (10.11.1922)
Date
1922-11-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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JÜDISCHER BOTE Ersch»«»t fekn gfttU|. vez»,« Prei- SO R. miunttich. Z» beziehe» »>»ch sit»«liche P»ßi»trr »der d»rch de» 0,re»»rrl«i t, San». VOM RHEIN Jüdisches Volksblatt Snzei>r»pr«i»: 60 W. »it 8x80 mm breite Zeile. Die Veite »wfetzt 640 Zelle«. Psstfchrckl»»«, Baten- «rrl», » m.» H, «bl» «r. 74747 HerauSgegeben von Rabbiner vr. <kmil Lohn, Sonn. — Schrifileitung und Geschäftsstelle: Lonn, Äriibergaffe sr. - Telefon r-»s«. Kummer 180 Köln. 10. Aovember 19LS. —19 Wcrrchefchwan 5083 4. Jahrgang. OOOO<X)OOOOOOOOOOOOOOOCXDOOOOOOOC)OOOOOOOG0 1 Oer preußische Landesverband 8 Berlin. Nom Vorstand der jüdischen Gemeinde in Berlin erhallen wir folgende Znjchrift: Am 25. Juni d. I. saird in Berlin die Tagung der preußischen Synagogengemeinden zivecks Begründung des Landesverbandes statt. :>io'd) auf der Tagung selbst ist die Konstituierung erfolgt. ^Ter Vorstand der jüdischen Gemeinde zu Berlin wurde mir der vorläufigen Geschäftsführung betraut. Die Arbeiten sind pnverzüglich ausgenommen worden. Es galt zunächst die Verhandlungen wegen des Beitritts mit den Gemeinden zu führen und das von den Ministerien als Vorivdingung für die Bewilligung der Staatsbeihilfen gcfordene statistijclw Material zu beschaffen. Trotzdem es sich um viele hunderte Gemeinden handelt, mit denen einzeln verhandelt iverdcn mußte und die Verhandlungen in die Ferien fielen, durch die sich vielfach eine Verzögerung ergab. sind die Arbeiten soweit gediehen, daß von fast säintlid>cii größeren Gemeinden die Beitrittserklärungen erfolgt sind und der Verband bereitsjetztallesin allem r u n d 400 000 Seelen umfaßt. Schätzt rnan die Gesamtzahl der zurzeit in Preußen wohnhaften Juden auf rund 425 000 Seelen, so ergibt sich, daß der Landesverband schon h e u te bis auf einen kleinen Bruchteil d i e gesamte preußische Iudenheit repräsentiert. Von den größeren Gemeinden (über 1000 Seelen) gehören ihm an: Berlin. Frankfurt a. M.. Breslau. Köln, Hannover. Düsseldorf, Königsberg i. Pr., Esten, Beuthen (O.-Schl.), Dortmund, Stettin, Wiesbaden, Magdeburg, Aacl-en, Gleiwitz, Halle, Duisburg, Trier. Kiel, «Aelscnkirchen. Bochum, Bonn. Erfurt. Liegnitz. Von den-Clciiieindeii Kassel und Krefeld liegen grundsätzliche Zustimmungserklärungen gleichfalls vor, so daß der formelle Beitritt'demnächst zu ertvartcn ist. In der Hauptfach: fehlt eine Reihe kleiner Gemeinden. Diesen kann nur dringlichst geraten werden, u n v c r z ü g l i ch ihren Beitritt zu erklären. Denir gerade für sie tvird, abgesehen von der ideellen Seite der Frage, di« Zugehörigkeit zu dem Verbände vielfach geradezu eine Lebensfrage bedeuten. Einer der dringendsten Gründe für die Schaffung der Landesorganisation war. die Ueberzcugung. daß ohne einen derartigen Zusammenschluß die Eristenz der kleinen Gemeinden ernstlich in Frage gestellt ist, und eine der Hauptaufgaben des Verbandes besteht demgemäß auch darin, durch Aufbringung von Mitteln seitens der leistungsstarken Gemeinden und die Eimvirkung von Staatsbeihilfen die leistungsjchivachen Geincinden über Master zu halten. Es ist nun s e l b st v er stä n d l i chs daß von dem Verband nur diejenigen Gemeinden bedacht werden können, die ihmangeschlojüensind. Alle diejenigen Genieinden also, die den Beitritt unterlassen, schließen sich selb st sowohl von der Hilfe der anderen G e - me i n de n, w i e von der Berü ck s i ch l i g u n g bei den dem Verbände zu bewilligenden Staatsbeihilfen aus. Was die erforderlichen Vorarbeiten für die Bein i l l i gm n g der Staatsmittel betrifft, jo hatten die zuständigen Ministerien die Einreichliiig der statistischen Unterlagen bis spätestens Ende August verlangt. Trotz der Schwierigkeiten, die sich l»ei den Verhandlungen mir den Hunderten von Gemeinden ergaben und trotz der von vielen (Gemeinden l>czciglen Sauinseligkeit ist cs möglich gewesen, die Arbeit jotvcil zu fördern, daß ein, lvenn auch nicht vollständiges, so doch für die Beurteilung der Gesainkverhältnisse ausrcicliendes Material rechtzeitig dem Ministerium für Wistenschaft, Kunst und Volksbildung eiirgereicht werden konnte. Soweit die Beantwortung der Fragebogen noch aussteht. muß sic unverzüglich noch nachträglich erfolgen, damit einem clwaigen Verlangen des Ministeriums nach Ergänzung der fehlenden Angaben entsprochen werden kann. Kölner Nachrichten Köln. Am Donnerstag, den 2. Nov., hielt die Ortsgruppe Köln des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüd. Glaubens ihre orbentlidK Generalversammlung ab. Ter große Logensaal der Rheinlandloge war überfüllt und bewies die große Teilnahme an der Versammlung, welches Jmereste die Kölner Gemeinde dem Centralverein in seilten Bestrebungen cntgcgenbringt. Ter Syndikus des linksrheinischen Perbandes, Herr Jakobi, sprach eingehend über die Lage, nachdem zuvor der Versammlungsleiter, Herr Rechtsanivalt Tr. Frank, auf den Ernst der Zeit und die Gefahren der kommenden Wintermonate hingewicsen hatte. Der Mord an Rathenau und das Verfahren vor dem Staatsgerichrshof in Leipzig hätten deutlich bewiesen, daß hinter den Mördern und Mordgehülfcn sich als Hauptschuldiger der fanatisck-c Antisemitismus erhebe, der mit allen Mitteln der Hetze und Verleumdung arbeite. Es ivurde auf die Rot des CenHalvereins hingewicsen und zur freiwilligen Spende für die Sammlung des Ceniralvercins „zil Ehre und Leben" aufgerufen, ekn Appell, der auch in der Versammlung reiche Ernte brachte. Äe Olciieralvcrsammlung ivählte alsdann ihren neuen Vorstand, aiis besten Mitte der Arbeitsausschuß gewählt wird, und als Vorsitzenden der.Kölner Ortsgruppe an Stelle des um die Sack>e des Eentralvereins hochverdienten Herrn Bernhard Feilcl>enfcld. der (ein Amt niedergekegt hatte. Herrn Recknsanwalt Dr. Frank. — Spenden für die Sammlung des Centtalvereins „zu Ehre und Lel>en" lvcrden auf Postscheckkonto Barmer Bankverein. Köln, Unter Sachsenhauscn, Konto Centralverein. erlitt». * Otemeinbcrabbiner Tr. Aböls Jlober hält an ber Zläblischen Volkshochschule ritten Lehrgang über „YsegenwartSsragen im Lichte beS israelitischen Praphetieimns" TonnerStaq. den IN., 23.. 30. November, 7. Xejcmber, abeubs 7,30 Uhr, tberrealschule bumbolblstrahe 41 ab. Karlen sinb im, Büro ber Lynagogengemeinbe Roonflrahe 60 zu haben.

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