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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-12-23 · 134 (23.12.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
134 (23.12.1921)
Date
1921-12-23
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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In eisern Jahre hat das Flfichtlingsheini „WiesenstraJle* dea Arbeiterffireorgeamte* Berlin über 130 000 Nachtlager angegeben. — Ja einem Jahre wurden allein in Berlin durch das Arbeiterffirsorgeamt Ober 170000 Portionen Mittagessen verteilt Durch das Arbdter-Firsofgeaant wurden FlächffiHge» die nach Drutirhtimf gcrtrlmd Earigrmtioniliurler «der in In Dcinat g, \ettaus grMte Teil d.» hier VcvMebeaca tat A--F.-A. prodnhtiver Arbeit in KaMcnhsrgnuham, werken, Industrie, Landwirtschaft ngcflhvt Aufruf. Das segensreiche Hilfswerk des „Arbeiterfürsorgeamtes der jüdischen Organisationen Deutschlands“ ist in seinem Bestände von dem einsichtigen und opferwilligen Zusammenwirken aller jüdischen Kräfte abhängig. Begründet von den am Schlüsse angegebenen jüdischen Organisationen, bedarf das Arbeiterfürsorgeamt der tatkräftigen Förderung aller pflichtbewußten Juden. Die Unterzeichneten halten es für dringend geboten, das vom Arbeiterfürsorgeamt begonnene und geleistete Hilfswerk mit allen Kräften der deutschen Judenheit weiterzuführen, nicht nur wegen der außerordentlich wichtigen fürsorgerischen und produktiv-sozialpolitischen Tätigkeit dieser Organisation, sondern vor allem mit Rücksicht auf die Lage der deutschen Judenheit; denn deren moralische Position ist durch die Leistungen des Arbeiterfürsorgeamtes wesentlich gestärkt worden und würde, wenn diese Arbeit eingestellt werden müßte, schwersten Erschütterungen und dazu stärksten Angriffen von antisemitischer Seite ausgesetzt sein. ln Erkenntnis der besonders wichtigen Aufgabe, die das Arbeiterfürsorgeamt sowohl für die deutschen Juden, als auch für die ostjüdischen Flüchtlinge zu erfüllen hat, halten es die Unterzeichneten für ihre Pflicht, die gesamte jüdische Öffentlichkeit Deutschlands auf die Bedeutung des Arbeiterfürsorgeamtes erneut aufmerksam zu machen und sie aufzufordern, durch ausreichende finanzielle Unterstützung die Fortführung des Hilfswerkes zu ermöglichen, das eine sittliche Verpflichtung den heimlosen Flüatotlingen aus dem Osten gegenüber darstellt. (gez.) Eugen Caspary (Jüdische Gemeinde Berlin) (Großloge für Deutschland U. O. B. B.) (gez.) Dr. Berthold Haase (Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens). (gez.) Dr. Siegfried Moses (Zionistische Vereinigung für Deutschland). (gez.) Dr. Paul Nathan (Hilfsverein der deutsches Juden). (gez.) Prof. Dr. M. Sobernheim (Komitee für den Osten). Mit einer Spende von Mk. 200,— wird der Aufenthalt eines Durchwanderers im jüdischen Flüchtlingsheim für die Dauer eines Monats gesichert. Überweisungen erbeten auf FosXscheck- - konto Berlin 86415. Man benutze beiliegende Zahlkarte.

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