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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-02-11 · 89 (11.2.1921) Fragment S. 44-45 fehlen · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
89 (11.2.1921) Fragment S. 44-45 fehlen
Date
1921-02-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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»«r»Lüo«. VOM RHEIN Jüdisches Volksblatt A»teiGe»tzrei»:1LVM.fLrUie»ter- Oesy. Pettt-eile. Die e«»-e Sette «MstttSSSZeUe». Pestscheckk»»t« v«te»»erte, ftevs, (Ute Nr. 74747. Btxbbmer Dr. 0tlrif MoHn, Bora. Särnfti^tang und Geschäftsstelle: Borat, Brüdergaffe 52*. jgiHwrr 89 j?5onn, UL SfeBruax 1921. — 3 Jl6ar 5681 j 3. Ks-rgas-. 0008000000000000000000000000000000000000 Kouzeffiouen OOOOOOOOOOOOOOOOOGGOOOOOGGOOOOOOGOOOOOeXy 'ns Erbebende de: bedeutcmeu ien -^***•3 bei T. ^X. G. K. in Berlin bestand :r. bcm. tizzil:igen Lilien aller Versammelten. die Einigung >-s Quicken Judentums zustande zu bringen, und in bem :lt:5 e 3:1:6er. L'.ber aller, um der ©emernidxn: rr:H?r. .Lcuze'siurer -u machen". Ihr Betrübliches und ~iz br.be r. 2fr.tr.?-> .£ *cr re:r. :e .a.r -e zeichnendes darin, d Frage kam. d. h. als -:e Gcexesiieuer Krrze üuren r-erlangren. dieie van der liberalen M.ebrb.: bis an' Kle:r:gkeiren versagt worden sind. In dem Äugenblick, wa ras ae'ckar. z.:i:t dem Schreiber dreier Zeilen zum erster Male d:e Erkennrnrs aust daß die Frage der Konzeüianen a>:lle:a:;.e r:z::pzt Frage der religiösen ^üd'.'cken 'r-eaenwar: st ncker aber d:e amfchlußrrichste. 2t:: 150 Iabren geb: f:r. K:mr' zwischen Liberalismus and ''i>che^es:reae. Le: >.e stefchichre dieies Kamrstrermla:. m:rd rerrcchien. an.e der Vorwurf der Inroleranz immer ran der liberalen gegen die orthodoxe Seme gemach: ward-en :st. >el:en umgekehrt. Und doch lehrr eine ruhige Betrachtung. daß des Krnze'stunenwacheu eigenilich nur die Lacke einer aani'.aen relrrnb'en Richtung sein kann. Man kann — ein wem; peradar — die Frage so ausdrücken: Nur. wer sich »elbst kerne Kunze»- sionen mach:, iw imstande, sie dem anderen zu machen. Kein Zweifel. daß die jüdische Reformbewegung und in ihrem Gefolge der religiöse Liberalismus von der fcrif ausging und in ihr stecken blieb. Ihnen schien und schein: der reine - .^roferische" Kern des Judenlums durch den ..Ballast^ der Religionsgesetze überwucher: und entstellt. Kririk aber kenn: keine Konzeinonen. weil es im Leien der Kritik lieg:, keine : Grenzen zu kennen, uferlos zu iein. Der religiöse Konservatismus hmgegen. heute versör-! perr im gesetzestrruen Judentum und seinem gewaltig an- ' schwellenden Gefolge, ist seiner' Ramr nach positiv gerrchret. d. h. er ist nicht uferlos, sondern in sich geschlossen und ein-; gebettet. So geschlossen ist er, daß es ihm nichts schaden würde, mit den.gegebenen Berhältnisten" zu rechnen und «ter Umständen, was er der Gemeinschaft nasosr. dem Ein-elnen m gestatten, oder, schärfte ansGedrückt. nrn der Gemedchhoft wilkn.von der Perstüichküt otgnsehen. Grob sHillN Inr tm y»s Hot, karm was qLtßen. & könnw alp^ ftVe zsan meinen, beinahe zum Lesen der Orchsdox« gehören, daß sie erftrchiert, daß sie — rechnend mit der Bedingtheit alles historisch Gewordenen — Kon-eMonen «acht, nm Anhänger zu gewinnen. Äie steht es damit? Der Schre iber dieser geilen, der einst vo» rrügiasen Abenst^mZkam. hat mit oftlen andeaen. die denftlb» S-r W->ch^ l-nDst ei^eschen. wie sehr di^ Liberalismus im Positiven zu ewiger Unfruchtbarkeit verdammt. Das heißt: sobald es sich um die Setzung neuer Ziele handelt, rmd darum handelt es sich zuletzt immer und allein, wird er verworren und grenzenlos und versagt. Man kann und darr eben nicht einen Tamm durchstechen, ehe man e:ren anderen, festeren dahinter errichtet hat. So riei zu beklagen deshalb die allgemeine Ratlosigkeit .st. bie sich des liberalen Judentums angesichts der religiö- :er Zeitkrise btuit bemächtigt hat, so ist sie doch nicht ganz i”em auf lein Konto zu setzen. Nicht ganz schuldlos ist das ..strnre System", dessen man sich im extrem gesetzestreuen Lager bedieme. Lenn man auf den unbezweifelbaven Idealismus blickt, der die Schöpfer der religiösen Reformbewegung!ei:e:e und inreleitere. muß man doppelt und dreifach beklagen, daß das positive Iudemum von seinem edelsten Rech:, dem Rechte. Konzessionen zu machen, so wenig Gebrauch gemacht Hai. Tie katholische Kirche hat vorbildlich gezeigt, wie man mit dem positivsten Programm eine Anrcsiungsfähigkeir vereinen kann, die sich nicht etwa dem Gerste der anderen bequem:. sondern das Gute dieses Geistes sich vefrft zu bequemen, einzuverleiben und zu verdauen zrrzebz Es laß: sich nun nicht das gesetzestreue Judentum ohne weiteres und lesilos mit der Kirche vergleichen. Aber selbst krr „Zaun um die Thora", den die Rabbinen r-erlangren. -widerspricht nicht der Forderung eines „halb* siarren". elastischen Systems den Strömungen des Judentums gegenüber. Tatsächlich ist es doch heute im gesetzes- ::euen Ärger so. daß die notwendigen Konzessionen bereits gemacht werden. Es gibt rein ortodoxe Gemeinden, bekannte Hochburgen des gesetzestteuen Judentums, in denen nicht nur ein Teil, sondern der größte Teil der Geschäfte am Sabbach nicht mehr geschloffen find. Da find eben die bekannten .gegebenen V«hältnisse" vorhanden, mit denen man rechnen muß. Es ist aber etwas anderes, ob man den Kopf in den Sand steckt und nichts sieht, oder ob man offenen Äuges dem Gegebenen Rechnung trägt^md denjenigen nicht anstößt und verketzert, sondern bewußt beim Lager hält, der sichtbar dem Zwang der Verhältnisse zum Opfer geiallen ist. Tos schwere von kennt, dafür Aber die &i es so uAht eme _ d«A Der GefetzeStveye weiß nstbts wie er nattrrgemäß überhaupt keine Krisen ist er ja gefetzestren. d. h. «ligüftr Poütivist. «v überall spürbcw: steh^ daß daß die Erzich«ng 1>er Kinder . 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