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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1938-03-15 · 6 (15.3.1938) · p. Seite 92

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
14 (Ausgabe A) (1938)
Issue
6 (15.3.1938)
Date
1938-03-15
Page
Seite 92 (sequence 14)
Language
German
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92 i Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern j Nr. 6 spieler, sondern viel mehr noch das mangelnde Training an. so daß unsere Gegner einen berechtigten, in1 seinen Ausmaßen aber zu hohen Sieg von 8 :3 erringen konnten. Bei unseren Fußballern dagegen zeigen sich jetzt die Früchte eifrigsten Trainings. Verdient imd sicher schlugen sie den J.S.G. Fürth," der erst in den letzten Wochen Aufsehen erregende Resultate erzielte, mit 4:1. Alle Spieler zeigten beste Form, doch überragten Heini Heifeld. Jaki Schapira und Kupfer, die zusammen mit den Gegenspielern Klaber und Wiederschein eine Klasse für sich bildeten. Die bayerischen Tischtennis-Meisterschaften litten unter-Publikums-lnteresse. brachten aber dafür recht ausgezeichnete Leistungen. Als Sieger qualifizierten sich: Im Herren-Einzel A: Einstoß (Augsburg) vor Scherz. München und Urämie, Nürnberg: im Damen-Einzel Aj Frl. Wollstein (Herne, Westfalen) .vor Frl. Weiss: im Herren-Doppel A: Br'aude/Schönwetter vor Wegneri Scherz; im Mixed-Doppel A: Heitmann Brande vor Weiss/Schönwetter: im Herren-Einzel B: Springer. Fürth vor Herz. München k im Herren-Doppel B: Jontefsohn'Springer vor Casirer'Herz. Bücherschau Heinrich Heine, Der Rabbi von Bacharach. Ein Fragment. Mit den zugehörigen Briefen Heines und mit einem Nachwort herausgegeben von Erich Loewenthal. Mit zehn Federzeichnungen L\udwig Schwerins. (Bücherei des Schocken Verlags, N.r. 80.) In Pappe gebunden RM. 1.25. Die Erzählung vom Rabbi hat Heine in jungen Jahren, als -er unter Zunzens und Mosers Führung die Bekanntschaft mit der jüdischen Geschichte machte, als Erzählung vom Jttdenleid angelegt und in tiefer Ergriffenheit begonnen. Nur zwei Kapitel waren beendet, als der Übertritt des Dichters zum Christentum die Vollendung der Erzählung im gleichen Geist innerlich unmöglich inachte. So,blieb es zunächst ^unveröffentlicht. Als Heine sich später doch zur Veröffentlichung entschloß, fügte er noch ein kurzes drittes Kapitel hinzu, das aber -in dem Geist des spöttischen, glaubcusfeindlichen Heine der mittleren Jahre gehalten ist. Er stand dem Stoff nunmehr zu fremd, vielleicht auch zu befangen gegenüber, um die Erzähluni' nnrh wirklich beenden y.n können. Pisl in seinen letzten Leidensjahren hat Heine eine Art Umkehr erfahren. Nun verlangte es ihn. ..jüdische Geschichten" zu schreiben, wenn er noch zehn Jahre zu leben hätte. So widerspiegelt die trotz allem bedeutende Erzählung das Schicksal Heines in seinem Verhältnis zum Judentum. Die zahlreichen beigegebenen Briefe und das gründliche Nachwort des Herausgebers enthüllen die Hintergründe der Problematik. Die Original-Illustrationen Ludwig Schwerins erhöhen den äußeren Reiz des Büchleins. .. - ... Geschäftliches ~s , Herr Dipl.-Ing. M. E. Fulda. 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