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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1938-02-15 · 4 (15.2.1938) · p. Seite 53

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
14 (Ausgabe A) (1938)
Issue
4 (15.2.1938)
Date
1938-02-15
Page
Seite 53 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 4 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern 53 BAMBERGER&HERTZ DIE ZUVERLÄSSIGEN KLEIDERFACHLEUTE ist nunmehr bis ins Letzte fertiggestellt. Der Eingang ist durcli eine Marmortafel geschmückt, die die Namen der beiden edlen Stifter, der Brüder Oskar und Otto Hey mann in dankbarer Erinnerung festhält. Bei einer Führung durch alle Räume überzeugten sich die Versammelten, wie außerordentlich schön und zweckmäßig das Haus hergerichtet und ausgestattet worden ist. insbsondere die Wirtschaftsräume lassen Keinen Wunsch unerfüllt. Bei einer anschließenden Kaffeetafel im geschmackvollen Speisesaal schilderte der I. Vorstand der Gemeinde. Herr Justizrat Dr. Strauß, die Entstehung der Anstalt. Die beiden Stifter starben kinderlos als letzte Sprossen einer der vornehmen alten Augsbuiger jüdischen Familien. Sie hinterließen ihr Vermögen der Gemein.de mit der Bitte, damit ein Altersheim zu.errichten. Die Ausführung dieses Wunsches war nicht leicht, sie ist aber nunmehr unter Uberwindung größter Schwierigkeiten auf das Beste geglückt. Herr Dr. Strauß dankte allen, die dazu beigetragen haben, insbesondere dem unermüdlichen Kassier derGemeinde. Herrn Max Schloß, und den Mitgliedern des Kuratoriums. Herrn Benno Arnold, der nun neben seinen anderen Gemeindeämtern auch noch dieses neue mit unermüdlicher Hingabe verwaltet und um das- Zustandekommen die allergrößten Verdienste hat. Herrn Otto Landauer, der die Finanzverwaltung einnimmt, und Frau Amalie Hoch Städter, deren hausfrauliches Köngen das Heim eine musterhafte Einrichtung der Wirtschaftsführung verdankt, sowie den Mitgliedern der gemeindlichen Baukommission, der Leiterin des Altersheims. Fräulein Berta DTfrnacher, und noch vielen anderen. Er übergab dann die Verwaltung der Anstalt dem Vorstand des Kuratoriums. Herrn Benno Arnold, mit herzlichen Wünschen für dje Zukunft dieses schönen Werkes. Herr Benno Arnold übernahm mit launigen Worten sein Amt. dessen Bürde er und die anderen Kuratoriijmsmitglieder in Wirklichkeit schon viele Monate tragen. Er hob die großen Verdienste hervor, die Justizrat Dr. Strauß selbst um das Gelingen des Werkes gehabt hat und die er zuletzt noch durch die Ausarbeitung der Statuten gekrönt hat. die der Anstalt eine wohlabgewogene rechtliche Verfassung gesichert haben. Die Gemeinde sei stolz auf ihr«n Führer. Der Präsident des Verbandes, Herr Dr. Neumeye r. der selbst früher zehn Jahre lang in Augsburg gewohnt hat. erinnerte an die Einweihung der herrlichen Augsburger Synagoge im Jahre 1917 und an den Wandel der Zeiten von dama's bT? zum heutigen Tage. Das Altersheim sei ein Werk des Biircersinns und der Tatkraft. Es verwirkliche das alte Wort: ..Wie könnte dir behaglicher zumute sein, als wenn du trocken liegend unter sicherem Dach, die Regentropfen klatschen hörst." Das Heim sei ein Zeugnis des jüdischen Ethos und erfülle eine Forderung —des Tages, denn heute schon ständen mehr als 53% der jüdischen Zionistische Vereinigung Bamberg Am 22. Januar sprach Max Weiner vom Gruppenverband Bayern der Z.V.f.D. über: „Von Balföur bis Peel" im kleinen Saale der weißen Taube. In eindrucksvollen Worten zeigte er die Notwendigkeit auf, daß auch der jüdische Politiker, genau so wie die Politiker aller anderen Staaten sich auf eine konstante Masse stützen müsse. , Israelitische Kultusgemeinde Lichtenfels Herr Carl Kraus konnte am 5. Februar seinen 8U. Geburtstag in körperlicher und geistiger Frische feiern. Er war lange Jahre im Ausschuß der Gemeinde tätig und hatte seit dem Jahre 1905 das Amt eines Kassiers inne. Vom Jahr 1923 an ist er der Vorstand. Er hat. sich große Verdienste in der Aufrechterhaltung »der religiösen Institutionen erworben. Wir wünschen dem Jubilar 'einen ungetrübten Lebensabend! Schweinfurt Am 30. Januar 1938 feierte Frau Na'nny S c h m i d t .ihren 90. Geburtstag. Obwohl sich die Jubilarin, die ihr langes Leben in Pflichterfüllung und Bescheidenheit verbracht hat. Besuche verbeten hatte, nahm doch die ■ ganze Gemeinde Anteil an ihrem Ehrentag. Jüdischer Turnu. Sportverein München c. V. „Jtus" üescbMtsstelle: PllaganserstraBe 76. Telelon 72 * 99. Tenolaplitie: 73 t.»». Sekretariat: PllnuanscrstraHc 7*. Sprechzeit: 10—13. IS—22 tlht._ -;-SpailpHUe au ilei MaibacliiinB« (Linie « FuriteiirleaertiriMI. PliuitanserstraBe 76: Turnhalle. Box>. Judo-. Tlschtennls-Sale und Keielbalm. 26. Februar: Tanz-Abend in der Turnhalle. Beginn 20 Uhr. .. Geza Velisch spielt! ^port-Rüekbliek! Bevölkerung Deutschlands in einem höheren Lebensalter als 45 Jahre. So lange der Geist der jüdischen Wnhltät'irkeit vorhanden sei. dürfen wir aufrecht bleiben. Hierauf vollzog Herr Bezirksrabbiner Dr. Ernst Jacob die Weihe des Hauses In altiüdischer Art durch ein ..Lernen". Er trug Midraschim über die Weltschöpfung vor. aus denen sich Beziehungen ernster und heiterer Art zur Feier der Hausweihe ergaben und schloß mit dem Wunsche, daß es gelingen mögjs. da« Haus mit jüdischem Geist zu erfüllen und auf der Höhe zu ethalten. auf die es der Beehrn gestellt hat. Herr Otto Landauer überreichte ein Gästebuch mit einem schönen dichterischen Vorspruch. in das s>ch d<e Versammelten eintrugen. Die Bewirtung zeugte davon wie gut auch Hie leihliche Betreuung in dem Heim unter der Leitung von Fräulein Dornach er (früher Altersheim Stettin! besorgt wird. Das Haus ist bereits voll belegt, es zählt 2o\Insassen. Neuer Säuglingspflege-Kurs Der Israelitische Frauenverein Augsburg beabsichtigt, durch seine staatlich geprüfte Säuglings- und Krankenschwester wieder einen Kurs in Säuglingspflege abhalten zu lassen. Dauer 8 Abende, jeweils Mittwoch von 19.30—21 Uhr. Beginn 23. Februar 1938. Lokal Haiderstraße 8, Zimmer 5. Kursgebühr RM. 3.—. Nach Rücksprache evtl. Ermäßigung. Nähere Auskunft und Anmeldung bei der t. Vorsitzenden Frau Hedwig Epstein D 31/11. Telephon 4307. . Am 6. Februar absolvierten wir In Augsburg das fällige Verbandsspiel gegen die P.T.G. Die Augsburger. die gegen Nürnberg ein überraschendes Unentschieden von 1:1 erzielt hatten, waren den Unsrigen im gesamten nicht gewachsen. Endresultat 6:0. ■ Sport-Vorschau! Am 20. Februar messen sich unsere Rasenspiel-Mannschaften mit denen des Itus Nürnberg in Nürnberg in den festgesetzten Verbandskämpfen. Die Damen leiden immer noch unter Aufst-^llungsschwierigkeiten, denn gerade diese Mannschaft wurde in stärkstein Maße durch Auswanderungen geschwächt. Den Höhepunkt wird die Begegnung der F u ß b a 11 - M a n im s c Ii a f t e n bringen. Am 5. und 6. Marz kommen in unserer Turnhalle die bayerischen Tischtennis-Meisterschaften zur Durchführung. Auch mit MAGISTER KIRSCH d«r gute Llt>0», Magister München VII Stadtfiliale Hochbrücken st r. 14, Ecke Herrn st r. Aus der Gemeinde Bamberg - Am 2. Februar« sprach im Jüd. Kulturbund Herr Dr. Ludwig Feuchtwanger-MüYichen vor vollem SaaJe über das Thema: „Jüdische Kultur in Vergangenheit und Gegenwart. — Gibt es eine eigenständige jüdische Kultur?" Abseits von landläufigen Parteischablonen und ideologischen ScHlagworten erörterte der Redner die Möglichkeiten einer religiösen und einer volkhaften Kultur, wobei er ausführlich Religion und Sprache als Aufbauelementc jüdischer Eigenkultur behandelte. AllSWanderer finden eine Auslese gesdimackv. kombiniert. Wohnztmm.,SchIafz.,Küchen,Beti-Couchei, An- und Aufbau-Möbel, gediegen und preiswert im MÖBELHAUS EMIL EBEN Schwanthalarstr. 9, nächst Sonnenstrofce

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