Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Neunter Band (1873/78)
- Issue
- I. Heft. (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 70)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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natsschrift and bis Jahrgang IV., Heft 9 gediehen. Die durch and durch gedigene Diction des geistreichen Redaotears kann mit Fug und Recht ah muetergiltäg bezeichnet werden. Die Originalerzählangen (und nur solche kommen dort zum Abdruck) sind nach Inhalt und Form anziehend und elegant ausgearbeitet Trotz der Freisinnigkeit, die in diesem Blatte herrscht, kann man daselbst toi reförmatorischen Tendenzen in der Art und Weise, wie sie in Deutschland gang und gäbe sind, keine Spuren finden. Vielmehr geisselt der belesene und erfahrene Red. in seinen Leitartikeln mit yollem Rechte die deutschen Rabbiner und Prediger, die den Schwerpunct des Judenthums in die Synagoge verlegen wollen; er geht auch mit der Synode und ihren Qesinnungsgenossen (wenn hier von einer Gesinnung die Rede sein kann) scharf in’s Gericht und tadelt das ungerechte und thörichte Gebühren der Neuerungssüchtigen, welche aus den Gebeten die hebr. Sprache, sowie die Hofthung auf die Erlösung Israels und die Wiederherstellung des jüdischen Staates u. dgl entfernen und nur in der Predigt und im geregelten Gottesdienst allein dsi wahre Heil des Judenthums erblicken (oder anderer so glauben machen) wollen. Mit logischer Schärf« und an der Hand der unparteiischen Geschieht« zeigt er, dass die genannte Hofthung stets die eigentliehe Stütze des Judenthums war und noch jetzt ihre vollständige Berechtigung hat Mit grosser Erudition weist er aus dem jüdischen Schriftthum und aus der Erfajirung nach, dass die Erhaltung des Judenthums nur durch das pulsirende rituelle Leben