Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- VI. Jahrg. (1868)
- Issue
- I. Heft. (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3768355-7154210-7182485--0894-3769990- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
- 5 - me in de ans der Reichsstadt Nürnberg über, so stellt sich uns vor Allem die Frage entgegen: ״Warum, aus welchen Gründen wurden die Juden, welche seit undenklichen Zeiten die Stadt Nürnberg bewohnten, ja diese uralte Reichsstadt gegründet, erweitert und mit unermessliehen Kosten gegen äussere Angriffe befestigt und sicher gestellt hatten, warum wurden jene fleissigen und ordnungsliebenden Bürger, die — in späterer Zeit sowohl ihre Pflichten gegen ihren obersten Schutzherrn, den Kaiser, als auch gegen den Rath der Stadt auf’s Pünktlichste und Gewi88enhafteste erfüllt hatten, aus ihrer Vaterstadt gewiesen, getrieben oder gedrängt?“ ״Welche Gründe konnten zu der Vertreibung von Bürgern Berechtigung geben, die der Stadt- Verwaltung nie Anlass zu Klagen geboten, im Gegentheil den Einwohnern Nümberg’s durch die von ihnen angeknüpften Handelsverbindungen zu Reichthum und Wohlstand verholfen hatten P“ Höre man, womit die treffenden historischen Berichte die Ungerechtigkeit der ״Ausweisung der Juden“ rechtfertigen: ״״Recht gut hatten es die, in Nürnberg an- ׳ gesessenen Juden, sie wurden darum übermüthig und unbändig. ' 1) Der Obermässige Wucher, welchen sie getrieben; 2) Der unersättliche Geis, dem sie sich ergeben; 3) Die beständige und freTelkafte keligUasTenpltuug und Verlästerng der Christen;