Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 114)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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ttt Bruder erschüttert einfiel und mit stierem Blick fort und fort da- Schema wiederholte. — Der Pfarrer bückte sich über ihn und!betete mit ihm — ich war ja meiner Sinne nicht mächttg — denn der Anblick hatte mich erschüttert. Nochmals hörte ich ihn Echod sagen und dann hatte er seinen Geist ausgehaucht. Der junge christliche Pfarrer, der damals mit dm armen Juden das letzte Gebet sprach, ist nachher ei« großer Mann geworden — und heute am Tage der Jähheit von mein Bruder ist seine Kwure. Ja ja, die Sonne geht auf und geht unter, eS sterben Menschen, an denen der Tod keine Gewalt haben sollte, und ei kommen wieder neue Menschen — denn die Wett fängt wieder von vome an." — Reb Rate! hielt inne, er wischte Lhrünen aus den grauwnbuschten Augen und Reb Jakow sagte zu der Hatz-Goje, die eingetreten war und die Erzählung mit anhörte: ״Nu was steht sie, leg sie Holz zu. e» ist kalt." ״Gleich, eilen sie sich nur nit so" sagte sie nicht ohne jenen Anklang böhmischen Dial^tS, der der niederen Volkrklaffe in Prag eigen ist, und entfernte die Thränenspur, bevor sie dem Wunsche des zweiten Echo« meS entsprach. Bon unten herauf hörte man jetzt den Ruf: «Zu Maariw", und als ein eintretender.BalboS die Thüre öffnet«, hört« man das dumpfe Glockengeläute — »den wurde die Leiche de» Erzbischöfe» in die Gruft gesentt. ״Friede seiner Asche. — Er ruhe in Friedens sagte Reb Ratel bewegt. — ״vielleicht sehe ich ihn iu Gan Eden wieder."