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Jeschurun · 1866-01-01 · Beilage zum Jeschurun (1865) · p. Seite 51

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
Fünfter Jahrgang (1865/66)
Issue
Beilage zum Jeschurun (1865)
Date
1866-01-01
Page
Seite 51 (sequence 51)
Language
Hebrew
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81 der jüdischen Gemeinde zu ihrem Synagogenbau einen Beitrag von 2000 Thalern votirt. — Herr I. Frank theilt in Lehmann's ״Israelit" (1864, S. 457 — 460) einige chronologische Notizen über die isr. Gemeinde zu Homburg v. d. Höhe mit, woraus wir Folgendes entnehmen. Im Jahre 1336 hat der deutsche Kaiser Ludwig der Bayer die Ansäffigmachung von zehn Juden in Homburg wiederruflich erlaubt. Im Jahre 1822 zählte man in Stadt und Amt Homburg 20 Schutzjuden. Zur Regulirung der öffentlichen Berhältnisse der Juden in Homburg wurden ״Juden - Ordnungen" gegeben und erneuert. Unter dem Landgrafen Friedrich Jakob ist die erste noch jetzt im Gebrauche stehende Synagoge erbaut worden. Im Jahre 1831 nahm Landgraf Ludwig die schulpflichtigen Judenkinder in die von ihm damals gestiftete ״allgemeine Bürgerschule" auf. Unter Großherzog Ludwig I. von Hessen mußte jeder jüdische Familienvater für fich und seine Nachkommen einen bestimmten deutschen Familiennamen wählen. Landgraf Gustav von Hessen ׳Homburg hob am 2t. Juni 1848 das Verbot der Mischehen auf. Die Landesregierung richtete inzwischen auch ihr Augenmerk auf eine verbesserte Umgestaltung der Juden in gewerblicher Hinsicht. Die in Homburg bestehenden WohlthätigkeitSvereine sind: l) חברת גמילות חסרים, mit der Bestimmung, den schwer erkrankten liebreich beizustehen, die Lobten zu bestatten u. s. w. 2) Der Talmud-Thora-Berein (חברת תלמור תורת), — aus 31 Mitgliedern bestehend — hat die Bestimmung, allabendlich das Maaribgebet bei einbrechender Nacht (מעריב בזמנו) zu verrichten und von Zeit zu Zeit in seiner Mitte einen religiösen Vortrag (שעיר) halten zu lassen, sowie auch den Unbemittelten die Gelegenheit zu verschaffen, ein Handwerk zu erlernen, st) Der Krankenhülss-Verein (חברת בקור תולים), au- 49

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