Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 38)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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38 so wie über Gemeindeznstände daselbst werden wir später berichten. — Die Anstände des jüdischen Gemeindelebens in Wärt» temberg sollen »achBerichten in Lehmayn's ״Israelit" sehr nnei glücklich sein. Die jüdische Oberkirchenbehörde gebehrdet sich als eine allein selig machende Institution und übt einen Druck ans die Gemüther ans, der oft dem religiösen Eclbstbewnßtsein lästig, ja sogar schädlich wird? Wenn auch die Farben bei der Darstellung etiva allzu prell aufgetragcn sind, so muß loch die Hauptsache - der antijüdische GewistenSzwaug — wahr sein, da die Facta nirgends widerlegt mi rden. Die Oberkirchenbehörde hat keineswegs das Recht, sich in ein vornehmes Schweigen zu hüllen, und bloß ihren liicrarchischen Gelüsten und Bestrebungen, nicht aber der Gewissensfreiheit Rechnung zu tragen. Die Ausschreitungen nach beiden Richtungen hin sind dem Jndenthum gefährlich, und öffnen dem AndifferentiSmuS Tbür und Thor. — Einer der bedeutendsten Taluindgelehrten unserer Tage. Herr M. L. Mal bim, früher Rabbiner i» Ken,׳ pen (Herzogthum Pose»), siit 1858 aber Oberrabbincr i« Bukarest, wurde seit seinem Amtsantritte unaufhörlich daselbst von einer Partei verfolgt; rmd haben seine Geig ner es dahin gebracht, daß Mal bin in Folge einer Dennuciatio» bei der Regierung seiner amtliche» Stellung entrissen, in's Gksängnib geworfen und dann über die Landesgrenze trauSportirt wurde. Obgleich uns die Zu׳ stände und Vorgänge nicht genau bekannt sind {mit trauen den in der Regel tendenziösen Ncrichteu der Parteiblätter nur wenig), und wir zur Entschuldigniig dieser fanatischen Vorgehens glauben. daß Malbim vielleicht nicht ganz aller Schuld frei sei, weil! er den Werth btt Eintracht und des Friedens unterschätzte: so ist jedenfalls das Verfahren der Gegner ein Schandfleck für die jü< 1