Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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IV finbe sei bereits bis nach Ratany gedrungen, und da Jemand das Einschleichen Schlome's in MathisenS Wohnung bemerk haben wollte, haben sich mehrere Bauern von Ratany zusammengethan, die mit dem Gedanken umgehen, hier einzudringen, eine Haussuchung vorzunehmen, und Schlome, wenn er gesunde» werden sollte, nach Almu zu führen. ״Gehe du durch den Garten den Feldweg nach Alma, mein Sohn," gebot Mathis, ״du bist um so schneller dort und kannst uns auch schneller Nachricht bringen. Da bereits Heller Tag geworden ist, könnte es leicht sein, daß man daS vermißte Kind schon aufgefunden hat." Als Peter forteilte, bat ihn Schlome auch über Gill Nachricht einzuziehen. ״Wir haben nun keine Zeit zu verlieren" sprach Mathis zu Schlome. Ziehe hier meine Schlafmütze über die Ohren und lege dich auf diese Bank. Ich werde dich mit meiner Bunds (Bauernpelz) zudecken. Verhalt« dich ruhig und laß nur mich machen. Dringt die Rotte herein, werde ich es schon so machen, daß man mich anstatt deiner fortsührt; bin ich aber fort, dann sehe meinen breiten Hut auf, gehe durch den Garten und suche die Straße nach D...; dort ist eine Judengenieinde und der Sitz des Oberstuhlrichteramtes, das dich schützen muß. Bis die verblendeten Bauern mich und ihren Mißgriff erkennen, bist du schon in Sicherheit. Schlome nahm die angedeutete Position ein; Mathis aber holte aus seinem Kasten die Tefilin, umwand sich dieselben nach der aus der Erfahrung erlernten Methode, ohne sich darum zu bekümmern, ob er auch vollkommen «gelrecht dabei'verfahre, hüllte sich in das alte Thalith, setzte sich Schlome's Helm auf den Kopf nnd wartete der Dinge die vielleicht komnien sollten, und die auch gar nicht lange auf sich warten ließen. Ein heftiges Gepol- Beilage III