Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 115)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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111 Sroßvater später vom HerodeS getödtet; aber auch HerodeS' Tyrannei und Unthat rächten sich grausam und schauderhaft an ihm, und machten ihm das Leben zu einer wahren Höllenpein. Sie erregte nicht etwa Sewiffensbisse und Reue in diesem Kieselherzen, sondern einen .immer sich steigernden Unfrieden in seinem Hause, der. die Theuersten seines Herzens hintaffte, und ihn ielbst zum unglücklichsten aller Mensche» machte. HerodeS war die Geißel der Hasmonäer, die ihn selbst groß gezogen — und die letzte HaSmonäerin Marianine, die Frau, welche er am meisten liebte, ward, me Josephus richtig bemerkt, der böse Dämon' deSselben, die all sein äußeres Glück mit unsäglichen Leiden verbitterte. Bald darauf verurtheilte HerodeS den 80 jährigen Hyrkan, Vater der Alexandra, der gleich dem Priester Eli den Fall und Untergang seines Hauses vor seinein Tode noch mit ansehen mußte — und von dieser Stunde an ward HerodeS der Rache .und TodeS» engel seiner eigenen Familie. Die׳Worte Hillel's, ge» richtet an den von den Schergen des HerodeS ertränkten Aristobul, in denen man irrthümlich die essäisch e Lehre vom Fatum erkennen wollte, (Jost, ibid. 259) haben sich als ein wahrer Schicksalsspruch an den Familien der Maccabäer und Herodäer schrecklich bewährt. Gr. BecSkerek. ׳ Rabb. David -Oppenheim.