Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Dritter Jahrgang (1859)
- Issue
- 1859
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 19)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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t — 15 — anneu Akiba bm Joseph. Und so sehen wir sie mitten im Winter auf ärmlichem Strohlager arbettet, nnsig bemüht, die stechenden Halme aus den Haaren Akiba's zu ziehen, damit sie das thenerr Haupt nicht verwunden!") Die würdige Genassin dieses WeibeS erblicken wir in ihrer Schwiegertochter, di« rar ihrem jungen Shegemahl, dem Sohne R, Akiba's^ ein Meisterstück von aufopfernder Liebe und hingebender Geduld ablegte; ,Es war am Abende nach der Hochzeit, da schickte ,er sich an. in dem Gesetz zu forschen und er sprach zu ihr: ,.Nimm rin Licht und leuchte mir!" Und sie nahm da« ,Licht und stand vor ihm die Nacht hindurch, von Abend an ,bis der Morgm graute.' **) — Und solche Denkmäler treuer Liebe stehe» nicht vereinreit da. Das ganre Schriftthum jener Zeit ist voll von Sprüchen, welche die Liede und ihre Schövf- ׳ »ag, da« eheliche Glück, verherrlichen. Rur darum, weil der häusliche Frieden-dadnyh gefährdet schien, wurde die Viel-, «mbeiri von einem berühmten Lehrer streng mißrachen. “) Bn alter Lehrer warnt vor Berbindungen, die nicht auf ge- Meitiger Zuneigung beruhen, mit der gewiß abschreckenden «eissagung: ,Wer'eine Frau heirachet, die,ihm mißfällt, dm bindet Elias und Gott peitscht ihn! “״*) Ein Anderer wiederum sagt von einem Manne, der eine Ehr mit Widerwillen gegen bas Weib ringeht, er komme ihm vor, wie Einer, der die ganze Welt pflüge und Salz (ät.*) Solche Anschauungen, wenn st«, auf dem Baden der Religio» erwachsen, Eigenthum de«?olksbewußtseinS werden, garantiren glücksichere Ehen, als die besten Ehescheidungsgcsctze. — Di« Förmlichkeiten und Frstlichkeittn, die sich dem Ber- Übniß und der Hochzeit anschlüffen, bietm keine wesentliche Verschiedenheit von dm Sittm unserer Zeit dar. Wie bei uns bat Kerlöbniß nicht selten eine Frucht öffentlicher Bälle und gemeinschaftlicher Badekuren ist: so gab eS auch damals schon öffentliche Zusammenkünfte, wo Gott, der ,die Paare bindet," dem Jüngling, ohne daß er sich besten versah, ,eine 81) N*Uria Ml. ץ 88) Jallt. MUcht« 9t». »58. 88) PmcV na «. s. VlflW 81) Kidit. 70 > 85) r«f. *