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Der Israelit · 1904-11-28 · Heft 94 (28.11.1904) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 94 (28.11.1904)
Date
1904-11-28
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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im*** Im, bk stch. wk Wen« unb $a>nburg. u4 teure gnanHtntl» mb gnaltttl* rühmlich anszeichten. tfotmb mei jedoch trnte in ftftrr Reih« Mt Ham> mt0 spricht, Acnb tn pergnngftvT Seit VltMta r» :iorbrtgttfiib nnb fetbfl eil bie bm GkmHnben «11i»na, .»mbnrg unb noch ein gemeinsam«« Rabbi :<.n btldeken. ran girier Tr in dieser Kelfcnfolge. Dir flelrur Republik« und ihre •iaatlwrfalT ninien mann käst ouanobmlfa« ber Au den wnig > ,ibig. Auch Hamburg mach« in aller Zei! von Mer Rege! keine Ausnabme. Nörgeleien, Llackeeeien. «> >-nthaliserschwerungen. Einscheonkuna des 'üdiun Handels und C*fiwrM unb zuletzt Jubenveetre'b. im een in eklen deutschen Sladlen. besonders ««. in Hambueg. die Norm. Dagegen hntl« Altona Glück. seit »kirn Jahrhunderten unter Fürsten stehen, die den Juden wohkgesinnl waren.! 'rem Altona ju Dönemoek gehörte. (Mt das die > 'nb*, ununterbrochene Kegel. Ader such schon n> l*r. als es noch eine Grafschaft unler der Regierung - Hrcifen vor Echambeeg bilde le, war Allons immer ' „achtle, natürlichste Asvl füi die von Hamburg "'iebenen. '.lm Voegtinge aus jener Zeit richiig in beunbei '! fl eine flenntnifl mb Dürdigung jener Zeü rv een,» R«ihr erforderlich. Wir tzesihen nun aus jenen lovn glikNicher Werl« die Aukzeichtutgen einer ge boienen Hamdurgerin. die von K44V7 M MTS» riA4? h» 1710) reichen. 6ir stammen au« der Feder der Sk•> Glücke l. Hameln, unb find Me einigen Jahren >«?ru4 erschienen*», nachdem schon in früheren foven Auszllge au« denselben «riefentlicht wurden )» ''lesen Auszeichnungen ist auch der Hamburger >ru-tsmord ein^bend erwShni.**) '!» den geschichtlichen Loden kennen zu lernen, >>' *>n sich untere ffrjaNung erhebt, möge, bevor wie '<le selbst gelangen, eine kurze Darstellung der len seid politische, DnUltniffe der Juden in t” f*itg und Altona »orangehen ffene. wenn auch *« imjr Darlegung g» hitegn. vielsertegen Le- '»du»«, brr beiden Rachhargemeinden mtrb da« v'r- ^iidnch de« grauenhaften Doppelmord« und seine ^»vderbare knlHÜllntg wesentlich erleichtern. Wir ■|U|'" oder WerfUr tehte hffeet Führung als Frou 1 <d't von Hamrln. brr' mir hie,mit für da« erste stm'iirl Vas Tort ertheiKn. nachdem wir uns geflattel f''“ ihre Sprache unb AisdrustMeise ein wenig zu "^"Nisiren u,b In Harenthese eimtst eelöulernde Znlöge l-e.z,fügen. - - - - .Ich dü> in Hamburg <6407 . '**• geboren, oder wie ich non »einen lieben Eltern '»dem gehßet habe, mar sch noch nicht drei Jahee »»»!,»» o«» G( alt. als über alle Israeliten in Hamburg rin <*etul6 <Leelreibungr «er hängt buW (am 1«. August 164«») und alle nach Rltoto ziehen muhten, da« damals kr. glorrrichen Majestüt de» König von Dauemarf gehörte. In Altona, das kaum eine viertel Stunde von Hombueg ml feest ist. Hatzen die Jsraelilrn gvte gestcherle Riedeelgstungsrechtr gehabt. In Altona haben damals einige ftgmilieri, etwa 2k, Haushaltungen gewohnt und doet hoben wir unsere Snnaqoge und unseren Friedhof gehabt. Aachdem reit so einige Zeit in Allona gelebt batten, lonnlen wie endlich in Hamburg erwiesen, dost man den Altonmr Israeliten Paffe ausgestellt hat. mit welchen Re nach Hamburg gehen uns dg,, Handel treiben tonnten. Jeder Pah mar aus vier Lochen ausgestellt und zrvar m d»m Hamburger Kothsproffdent und tostet« einen Dukaten Wenn dl« vier Lochen verstrichen, so muhte der Past erneuert werden, ober au« den uier Wochen find ost acht qewoeven. durch persönliche Vekanntschosl mit dem Katbsprakivenirn und anderen Lrvmten. <M ist den Ifeiiten nebbich gar schwer ge \dk*; baue sie waren mit ihrem ganzen Seschöft lediglich aus den Dr t (Hamburg) an gewiesen und besonder« vje Armen und DSrstiG». von welchen es manche wagten, sich ohne Loh in die Stad« zu schleichen! Wurden ste von dee Pottpee ertappt, so wurdat ße it's Sefängiut gemoesen. was dann graste W»h« und Hobe Summe» erfordert», sie wieder zu beitete». De« Woegen« in ber Frühe, sobald sie aus Schul gekommen waren, sind sie nach Hamburg gegangen und gegen Nach«, wenn man das Thor schkiehen wollte, find sie nach Allona zuru^qekebrt. Der hinaus ging, war vsi de« itedens nicht sicher, wegen de« Aischuk, dos man von schlechten, leichtsinnigen Menschen unb Lumpengesindel zu erdulden hötte; so dast jede Frau Sott dankte, wenn sie ihren Mann wieder ln Frieden zu Hause gemuht hch. <B gab damals keine 46 ,üdischr H-rushgltungen dg. die^nigen »itgerechmt. - bk von Hamburg noch Ultoua gekottmen find. Cl bal in i«ner Zeit auch ferne besonder« reichen Leute gegeben, doch hat sich jeder ehrkrch eruahet. Dk Keichsten waren damals Ehajim Fürst - Friede sei mit ihm - dieser batte «in Vermögen von 10,000 Kthlr.! mein Haler da« Andenken des S»rechten sei zum Gegen war ein Mann von 8,000 Klhlr.! andrer besahen sechs. auch zweitausend Kthlr.. haben sich aber alle sehr schön geführt und in gröstre Lied« unb Freund, schuft «i, einander gelebt. Die gewöhnlichen Leute haben dormII bester gelebt, als heute die beme> rogeibftn Rriehtn Wenn Jemand nur Kthlr. rigem« vermelgrn gehabt, tv hot er sich'« lasten ganz wohl fern ntb jeder mar mri de» ih« desch«denen Dhril zufeirden and glücklicher nl« rn unserer Zeit «a die Reichet nicht za slltkigen ffnd. va» melrsten.der Ausspruch der Weisen gilt, dast keiner fürdt. «m auch nur dir Hstlstr seiner Wünsche erfüllt wäre!

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