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Der Israelit · 1904-10-24 · Heft 84 (24.10.1904) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 84 (24.10.1904)
Date
1904-10-24
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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»*. M 84. Der Israelit. Ein Kentrat-Hrgan für'das orlhodore ZudenLHum. Aegründet von l)r, Uvhm«nn in Mttttnj. «ontn de« 15. 3mci M«vk nbcnnlrt ran M eDcn Poftoastaüen für b* ftetuJe NovsDber nnd Dszember flJ| im nl«Mr. tlcte 9rtU iröt «bet wr ei» bei flfewKMt». «mich« rc^uritis m Post-Aetr»gS. ttellir btf M vAÄ«« »bei M bea b» iititenbci eMMfMen MfMWboi «ab«L WM' tM feUiirlger Hab beiochliAl bea ib«i*o»eart*®etT«a bi bca frlfm 9 tMM bd ffneM pfcs OuUhin* im «Adwif tu »etz»W. I*aU» dflmfrn» Mbff Mt* »»tWHOtitz €rfAWfl»M «uf Un n**m<mtni$*rrii. 'MM Me •fpctUin des .Jmtiit.* Iti Züticha ii seien ßieeichn von Lr. Hermann ßUin.~ «Jortieltung.«) Mainz, im Marcheschwan. Die Unierschiede. die wir im Allgemeinen zwischen .Menschen an* Lhieren anite&men, sind etwa frlgerbfc. ltn Menschen hol Gott mit der Habe des Reben* uni Sentenl beschenkt, wahrend bai Thier uberhauvl nicht >eden kann.und auch das Denken, wenn wir die Instinkte de» Ahleres auch mit »Denken" bezeichne» «vollen, ist bei dem Lhiere weniger eniwicketk all beim Menschen. Uftb nun tommt bet wesentlichttt Uuterschirtz. Der Mensch hat einen freien Dillen, dal Thier nicht. Dir Handlungen des Menschen sind Ft* 3«dniße frtki MllenSenkfchlüsse. die Handlungen de* Thittes kageges natAraokhweudsge Folgen nutzerer ff u. ff Wein «Uliie. «tzes»»«« SS«5. . Vst aber UH" Einflüsse. Auf diesem Gedanken, ist. beruht der Grundsatz von der von der Belohnung und der Vestrofnnci, von > einem jenseitigen Leben. Nach den Grundsätzen brr Determtnisien gibt e» keine Freiheit, sondern nur Nothwen- ' digleit. tein Sollen der gbiilidxn Bvrsehung. sotzdeen nur Aoiurgesetz. kein ewiges Leben, sondern nur stoffliche Umwandlung. Konsequent durchgesährt gibt es dann weder Tugend, noch Siltlichftil, noch UnkKrb: lichkeit. Sine Ethik aber ohne diese Begrifft ist ein Unding, wie die« schon San' baegefteUt hat. der tn her Weit der Srschetnmlgen wohl nur strenge KansolÜK gelten labt, aber itm doch die Möglichkeit einer ©iltinlehre zu sichern, eine Art von Freiheit in der Welt der Ldeen fordert. Es ist dies ebenfalls rin wunder Purist in bem Komischen System, ein wunder Punkt nicht auf dem Grund«, weil er in der Weit der Nomnena Feeiheis herrschen lässt. sondern einzig und allein aus den« Grunde, weil er sie aus der Welt der Phänomens ausschließt. Der Mensch als handelnde» Wesen ist ein1. Glied der Sescheinungswelt und dem handelnden Wesen , soll ja die Ethik Gesetze voeschreiben, was aber keinen Eknn hatte, wenn der handelnde Mensch unftei wäre. Die sogen, intellegible Freiheit reicht ntchl hin, um die Möglichkeit seeier Sittlichseil zu sichern. Da» Judenthum ist eine Lehre der Freiheil, und selbst der allge. , wollige Gott bat sich der Macht begeben, den Menschen einer zwingenden Nothwendigkrit zu unterwersen. sev n>^w rn c«r -w Sj*. Alles fleh« in Gottes Hand, mit Autnabme der Gottesfurcht, ab jr* \ ■ca», .Alles wird vorausbejtünn«!. nur bat nicht, ob der Mensch gut oder böse werden wird, denn das hängt von. ftinem eigenen, siet» Willen ad. Nun war eine Frage, die die geätzten Geister nicht nur de» Juden thums lebhaft beschäftigte, wie sich die Allwissenheit Gottes itr*«* mit der Freiheit des menschlichen Willens n-wff «reinigen lasse. Gott ist allwissend, d. h.. Sr welch Alles, was geschehen «st und»«» geschehen wird: dotz der Mensch frei göttlichen Vorsehung,

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