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Palästina · 1932-08-01 · Heft 8-9 (August 1932) · p. Seite 295

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 8-9 (August 1932)
Article
Die Beduinen der Saronebene [Nachricht]
Date
1932-08-01
Page
Seite 295 (sequence 3)
Language
German
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sind lialbbeduineu, die auch etwas Ackerbau treiben und sich in einem L'ebergangsstadium zur Seßhaftigkeit befinden. Auch dieser fortlaufende Prozeß haC .seine Houptursache im Einströmen des jüdischen Kapitals. Die Lage der Beduinen ist eine bedeutend bessere uls vor dem Krieg. Die jüdischen Kolonien bilden einen Markt für ihre Produkte und Arbeit, gewahren ihnen medizinische Hilfe, bieten ihnen gutes Trinkwasser, trocknen die Sümpfe aus usw. Aus Bodcnmangel müssen sie bei den Effendis Pächter werden, der sie bewuchert, indem er 30 bis 50 Pijozent Zinsen rechnet. Zum Verkauf bringen sie hauptsächlich Kuh- und Schafmilch, Wolle, Kalber und Ummer. Ferner Dünger, Gemüse, Eier und Milchprodukte usw. Die Besitzer von Herden sind auf die Niederlassung der Juden, durch welche die Weideflachc eingeschränkt wird, schlecht zu sprechen. Sic könnten genügend Weide im östlichen Transjordanien erhalten oder zum Fellachentum übergehen, das ja so entstanden ist. Der Autor berechnet die Ausgaben einer Beduinenfomilie mit vier Kindern per Jahr mit 14'/« Pfund, für Essen, Tabak usw. und 6 Pfund für Kleider. Dnzu kommen noch Ausgaben für Gaste usw. Jedenfalls ist die Summe, die der Beduine für Käufe von außerhalb braucht, verschwindend gering. WANDERUNG. Das Jahr 1931. Wir haben in Nr. 3/4, S. 119, bereits eine Statistik Über das Jahr 1931 gegeben. Inzwischen sind weitere Details bekannt geworden. Von den 4.075 einwandernden Juden (1.604 Männer, 1.863 Frauen, 608 Kinder) waren 939 als Touristen ins Land gekommen und haben nachträglich die Erlaubnis, zu bleiben, erhalten. Von den Einwanderern waren 40.8 Prozent aus Polen, 8.2 Prozent aus Amerika. Gegenüber 1930 hat sich der Prozentanteil der bemittelten Einwunderer von 9 auf 15.5 Prozent gehoben. April 1932. Juden 814, davon 663, dio uls Touristen die nachträgliche Erlaubnis erhielten. Auswanderung 33 Juden. (Nähere Daten fehlen noch.) Mai 1932. Einwanderung 549 (davon 363 Juden, darunter 12 als Touristen. Auswanderung 64 (davon 24 Juden). VERKEHR. Flugdienst Berlin—Tibcrias. Wir berichteten in Nr. 3/4, S. 120, über diese Linie, deren Flugzeit nur zwei Tage dauert. Abflug Berlin Montag 3 Uhr morgens Ober Wien—Budapest—Sofia—Saloniki—Athen (18.30). Hier Abflug des englischen Flugzeuges Dienstag 7.30, Ankunft Tiberias 19.15. Von Tibcrias Abflug Samstag 7 Uhr, Athen an 15.45. Fahrt nach Saloniki mit dem Zug. Saloniki ab 9 Uhr, Berlin an 19.45. Flugdienst Kairo—Jerusalem. Seit Juni ist ein Luftpost- und Luitfahrtdienstt von Kairo nach Jerusalem eingarichte't worden. Fohrtdauer 3Vs Stunden. Der Flughafen wird in Ramleh errichtet. Fremdenverkehr. Im Jahre 1931 war derselbe zirka 9.000 Personen (im Vorjahr 13.200, 1928: 16.500). Von diesen kamen rund 4.700 in Touristengruppen an. Im Jahr« 1931 wurden 54.764 Neueinreisende und 31.517 Rückkehrer gezählt, on Ausreisenden 52.790 und 31.726 vorübergehend ins Ausland verreisende Palästinenser.

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