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Der jüdische Student · 1902-10-01 · Heft 7-8 (Oktober 1902) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 7-8 (Oktober 1902)
Date
1902-10-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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r& No. 7/8. Von |oci)$cl)uSen und Universitäten. Unter der Ueberschrift: „Ein unerfreuliches Ereignis und der Nutzen, den es stiften kann4', bespricht Herr Bernhard David in der Zeitschrift I rn deutschen Reich die Vorgänge auf dem letzten Kongress dei „Freien Deutschen Studentenschaft" zu Weimar, insbesondere die Auslassungen des Herrn stud. phii. Dombrowski, und macht am Schlüsse folgenden Vorschlag: „Ich würde es für äusserst zweckmässig halten, wenn vom Zentralverein aus in den Universitätsstädten für die Idee des Vereins geworben würde, wenn die jüdischen Studenten immer und immer wieder darauf hingewiesen würden, dass sie in ihm, ob K. C-er, ober V.J.St-er, ob Finken, das grosse, gemeinsame Band zu erblicken hätten, das uns einen soll im Kampfe für das, was Vernunft und Verfassung uns gewährleisten, für unser Recht, deutsche Staatsbürger zu sein mit allen Rechten und Pflichten eines solchen, ohne dass wir deswegen unsern jüdischen Glauben aufzugeben, ..unser Judentum abzustreifen" gezwungen wären." Der Vorschlag, die ganze jüdische Studentenschaft auf den deutschen Hochschulen in einem gemeinsamen Willen zusammenzufassen, mag der Zentralverein dieser Mittelpunkt sein oder ein anderes Zentrum sich bilden, ist jedenfalls interessant und nicht zu verwerfen. Jedoch dürfte der beste Teil dieses Projekts der gute Vorsatz sein, der den Vorschlag reifen Hess. Wir halten die Sache noch nicht für spruchreif und glauben, dass der Autor sich mit dem Trost wird begnügen müssen, den er sich selbst zuruft: „In magnis voluisse sat est." Die deutsche Studentenschaft in Prag hat an alle hiesigen antisemitischen Zeitungen Aufrufe gesandt, in denen die deutschen Akademiker zum Besuch der Prager Hochschulen aufgefordert werden und zum Kampf gegen Tschechen und Juden, durch deren Überhandnehmen das Deutschtum gefährdet sei. Es ist die alte Geschichte; alles wird den Juden in die Schuhe geschoben, während in Wirklichkeit nur die Vorherrschaft des Klerikalismus die Schuld an den dortigen dortigen gegenwärtigen Verhältnissen trägt. Russland. Die Juden und das Hochschulstudium. Im Ministerium der Volksaufklärung finden binnen kurzem die Arbeiten einer Kommission ihren Abschluss, welche das Prozentverhältnis bestimmen soll, in welchem jüdische Studierende in den Hochschulen Aufnahme finden dürfen und die Frage zu entscheiden hat, ob es richtiger wäre, die Studenten gebietsweise zum Besuch bestimmter Universitäten zu verpflichten.. ^^11^^

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