Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 1 (April 1902)
- Date
- 1902-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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No. 1. 16. herzustellen. Auch das Turnen fand während des ganzen Semesters gemeinschaftlich mit dem Berliner Verein statt. Gemeinschaftlich veranstalteten wir schliesslich den jüdischen Kunstabend am 26. Februar, über den vom Berliner Verein berichtet wird. S. oben Seite 17. Die Bethätigung der Mitglieder beschränkte sich natürlich nicht auf den Vereinsabend. Durch Zuwendungen einiger Schriftsteller und Vbr. gelang es uns bereits, den Grundstock zu einer kleinen Bibliothek zu legen, die sehr eifrig benutzt wurde; ferner zirkulierten regelmässig die von Vbrn. gehaltenen Zeitschriften. Vor allem aber trugen die Besuche öffentlicher Vorträge und Versammlungen, zu denen Berlin so reichlich Gelegenheit bietet, dazu bei, das Interesse für jüdische Dinge zu wecken. Dem B.J.C., mit dem uns seit Beginn des Semesters, ein freundschaftliches Verhältnis verband, traten wir auf dessen 2. Kartelltage in Breslau bei. S. oben Seite 3. Ferner ist der freundschaftliche Verkehr zu erwähnen, in dem wir mit dem hauptsächlich von V.J.St.—ern gegründeten Verein jüdisch-nationaler Studenten aus Rumänien „Ivria" an der techn. Hochschule stehen. mr Die folgenden Blätter sind ausschliesslich für V. J. Sier bestimmt, Personalia. V.J. St. Berlin. Chargierte waren: E. Rosenkranz X5 J- Cohn XX? Juda XXX, Berschak K.W., E. Cohn T. u. F.W. Nachdem Rosenkranz Decharge für sich beantragt und erhalten hatte, erhielt Eschelbacher die erste Charge. Derselbe hatte seine juristische Laufbahn aufgegeben, da er als Referendar von den schriftlichen Arbeiten für den Sabbath keinen Dispens erhalten konnte; er studiert fortan Theologie. Neuaufgenommen wurden: med. vet. Brasch, Berlin, med. dent. E. Baschwitz, Nakel, med. Leo Cohn, Nakel, jur. P. Hertz, Güstrow i. M., phil. F. Jacobsohn, Insterburg, jur. L. Steuer, Grosswardein, jur. Spiero, Ostpreussen, jur. Grün, Berlin. Aus Breslau kam Steinitz, aus München Tannenwald und Levi. Geburscht wurden Berschak, Holz, Weil, Tannenwald, Blum, Zucker und Salinger. Inaktiviert wurden Meseritz, E. Cohn, Blum, H. Goldberg. Ausgetreten sind R. Blum, Lebowitz, Meyerowitz, Levi, Brasch, weil sie den Anforderungen des Vereins nach verschiedenen Richtungen nicht entsprechen zu können glaubten.