Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 9 (Oktober 1932)
- Date
- 1932-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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B e i s p i e 1 e : Wirklichkeit: „ZukunrtsmÖglichkeiten in Erez.'* Hierdurch -Aird gleichzeitig das rein Tatsächliche des Landes geschult, die individuellen Beziehungen zum Lande geweckt und dem persönlichen Interesse des Einzelnen wird Anregung zur Bearbeitung ihn interessierender Fragen gegeben. Ideologie: Herzl und Achad Haam. Ein Wechsel des Verbindungsortes ist auf diesem Wege in den 1. Semestern ohne Gefährdung der Erziehung möglich. 2. Während der Ferien darf die Arbeit nicht ruhen wie bisher, denn Zionismus und sich einsetzen mr den Kampf kennt keine Ferien. Jeder Bbr. nuß seinen Ferienaufenthalt Ende des Semesters dem Präsidium bekanntgeben, das die Adressen an die Ferienchargen weiterverteilt. Ferienchargen müssen nicht nur an Universitätsstädten, sondern überall dort sein, wo mehr als* 5 Bbr. sind. Wo weniger Bbr. sind, müssen sie der nächsten Feriencharge unterstellt werden. Die Gebiete der einzelnen Chargen müssen vollkommen scharf räumlich getrennt sein. Innerhalb des Gebietes muß während jeder Ferien jede noch so kleine Gemeinde wenigstens einmal bearbeitet sein. Die Charge teilt ihr Gebiet den einzelnen Bbr. unter. Jeder Bbr. ist seiner Charge gegenüber verantwortlich. Die Charge hat sich dem Präsidium gegenüber zu verantworten. Die Arbeit stellt das Präsidium vor neue Aufgaben, die es sehr belasten wird, die aber unbedingt notwendig sind. Die Arbeit des Präsidiums und der Feriencharge hat in Verbindung mit der Z.V.f.D. zu geschehen. Wenn irgend möglich, müssen in den Orten der Ferienchargen Oneg Schabbat, Aussprachen und gesellige Veranstaltungen womöglich mit den a.H. und Primanern stattfinden. Jeder Bbr. muß das Gefühl haben, in ganz Deutschland in einem jüdischem Milieu zu leben. Nicht darf er wie bisher in einem steten Wechsel zwischen Pflicht und Arbeit einerseits und vollkommener zionistischer Un- 'Kontrolliertheit leben. Gleichzeitig wird die Keilarbeit intensiviert. Jeder Fuchs muß während der Ferien schriftlich ein Thema ausarbeiten, das ihn' besonders interessiert und über das er im Fuchsenkurs spricht. (Thema selbst* redend im Rahmen des Kursthemas.) 3. Der junge Bbr. muß von Anfang an mit in die Außenarbeit. Ob tr nun der zuhörende Teil einer Landpropaganda, der Ordnungsdienst bei einer Hudeveranstaltung oder ein Sänger im Barak ist, bleibt vollkommen gleich. Von vorne herein wird er aber mit dem pulsierenden Leben unserer Bewegung vertraut gemacht. Er sieht Erfolg und Mißerfolg, hört Diskussion und wird 'fclbst unmerklich von der Selbstverständlichkeit der kämpfenden Arbeit über- ''cugt und mitgerissen. Menschen, die das nicht packt, sind für uns untauglich, {lcnn ihnen fehlt die innere Spannkraft zur zionistischen Aktivität. . Gleich- '^"itig treten viele Fragen an den jungen Bbr. heran, die ihm die Theorie nie '■•-stellt hätte. Ein Teil der Menschen wird hierdurch zur intensiven Weiter- ■rkeit angeregt. Ein anderer Teil begnügt sich mit dem von den anderen '^Hörten. Wir haben gesehen, daß dieser Gefahr durch ein kräftiges Zugreifen ''Cr Charge und des Fuchsmajors begegnet werden kann. 4. Das Verantwortungsbewußtsein des jungen Bbr. muß von' t'°rne herein geweckt werden. Es ist bisher bei uns ein Grundfehler, daß das N Crantwortungsgefühl, wenn es überhaupt kommt, sich in den meisten Fällen '-'rs* bei der Charge eins1 -lt. Ein großer Teil unserer menschlichen Undiszi- Hmiertheit und Unzuverläiilichkeit ist darauf zurückzuführen. Der jüngste "kr. muß von vornherein eine Veranwtortung haben. . Ob er das Heim in 241