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Der jüdische Student · 1932-03-01 · Heft 3 (März 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
[Seite] (sequence 37)
Language
German
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Warnung. V/ir weisen im Auftrag einiger Bundesbruder darauf hin, daß sich ein Schwindler, der sich als Dr. med. Leo Schalit, Sohn des früheren Rabbiners aus Moskau ausgegeben und behauptet hat, er sei Bundesbruder, bei verschiedenen Bundesbrüdern auf diese Weise Geld erschwindelt hat. Er gibt an, Poale Zion und aus Rußland geflüchtet zu sein, zeigt eine russische Zeitung vor, in der er angeblich abgebildet sein soll. Er führt sich mit einem K. J. V. - Adreßbuch von 1929 ein und weis auffallend gut mit den persönlichen Situationen von KJ.V.ern Bescheid, so daß es ihm immer wieder gelingt, Bundesbrüder hereinzulegen. Wir warnen vor diesem Schwindler, der in Wirklichkeit Zlatopolsky heißt und einen Nansenpaß besitzt. Das Präsidium. Gemäß des Kartelltagsbeschlusses ist die Darlchensgenossenschaft gegründet worden. Wir haben ihr den Namen gegeben Kreditgenossenschaft jüdischer Akademiker e. G. m. b. H. In den Vorstand sind folgende Bundesbrüder gewählt worden: Dr. Georg Wöllstein Dr. Ernst Gotthelf Prokurist Hermann Tumbowski. Zum Aufsichtsrat sind gewählt worden: Dr. David Feitelbcrg als Vorsitzender und ferner folgende Bundesbrüder: Dr. Martin Ascher Rechtsanwalt Dr. Hermann Lelewcr Dr. Paul Hirsch Rechtsanwalt Dr. Hans Lips Mtz Rechtsanwalt Walter Katscbke Dr. Willi Scboen Die Genossenschaft ist zum Genossenschaftsregister angemeldet und soll unverzüglich ihre Arbeit aufnehmen. Jeder Bundesbruder ist gemäß einstimmig angenommenem Kartelltagsbeschluß, bei dem die Alten Herren und Aktiven getrennt abgestimmt haben, verpflichtet, mindestens einen Genossenschaftsanteil in Höhe von RM 30.—, womit eine Haftungssumme von weiteren RM 30.— verbunden ist, zu übernehmen. Ober die dringende Notwendigkeit dieser Gründung bestand auf dem Kartelltag Einstimmigkeit, und es erübrigt sich daher wohl, auch die Gründe, die zu dem Beschluß geführt haben, auseinanderzusetzen. Durch die Zusammensetzung des Aufsichtsrates und des Vorstandes glauben wir, die Gewähr dafür geboten zu haben, daß das Geld sorgfältig und unparteiisch verwandt wird. Ein Kreditausschuß, der zunächst aus den Bundesbrüdern Feitelberg und Walter Katscbke besteht, wird dem Vorstand bei Bewilligung von Kreditgesuchen zur Seite stehen. Wir werden Euch laufend über die Entwicklung der Genossen* setaft berichten. Um die Kreditwürdigkeit der kreditsuchenden Bundesbrüder besser nachprüfen zu können, wäre es uns erwünscht, wenn die Bundesbrüder, welche an Bundesbrüder bereits Kredite gegeben haben und dabei schlechte Erfahrungen gemacht haben, uns dies vertraulich mitteilen würden. Wir sind auch bereit, in solchen Fällen, wenn uns der Anspruch abgetreten wird, den Versuch zu machen, den Bundesbrüdern wieder 2u ihrem Geld zu verhelfen. Für diejenigen Bundesbrüder, die aus prinzipiellen Gründen gegen eine Haftung sind, hat der Kartelltag beschlossen, daß sie sich der Verpflichtung der Übernahme eines Anteilscheines dadurch befreien können, daß sie RM 60.— der Genossenschaft a's Betriebskapital zur Verfügung stellen. Die Überweisungen erbitten wir unter Benutzung der beiliegenden Zahlkarte aa Qas neu errichtete Postscheckkonto: Berlin Nr. 41746, Dr. Georg Wöllstein, Kreditf°nds, Berlin^Steglitz, Opitzstraße 7. 99

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