Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1931)
- Date
- 1931-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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zeit hinwegzukommen. Das Präsidium, verhandelt auch mit der Volksbank I v r i a über die Möglichkeit von Kreditgewährung an Mitglieder des Kartells. Informierung und Aktivierung der Altherrenschait. Der erfolgreiche Versuch des vergangenen Jahres veranlaßt uns, in der erste Hälfte des Semesters, und zwar für den 28. November, wieder den Altherrentag einzuberufen, der die Stärkung des Zusammenhanges unter den Alten Herren und Belebung unserer zionistischen Arbeit zum Ziele hat. Wir erwarten, daß trotz der Not der Zeit der Altherrentag eine große Zahl von Alten Herren vereinigen wird. Die Verhandlungen der Tagung werden sich mit dem Problem — Der Zionismus in der Weltkrisis — speziell ideologischen Problemen, — Auseinandersetzung gegenüber dem Kommunismus — sowie mit Fragen der wirtschaftlichen Not beschäftigen. In Einzelbesprechungen der Berufsgruppen werden wirtschaftliche Fragen erörtert werden. Die zionistische Arbeit in Deutschland. Diese Zeit stellt besondere Anforderungen an uns. Erhöhte Propaganda für den Zionismus ist unsere Hauptaufgabe für den kommenden Winter. Unsere Anstrengungen müssen der Erhaltung und dem Ausbau der zionistischen Organisation dienen. Die Lage des deutschen Judentums ist eine Bestätigung der zionistischen Erkenntnisse und Voraussagungen. Wir sind deshalb überzeugt, daß unsere Propaganda in dieser Situation große Erfolge erzielen kann. Das Präsidium hat einen eigenen Referenten bestellt, der gemeinsam mit der Z.V.f.D. und den Vertretern der Fonds die Arbeit in den einzelnen Verbindungen unter Berücksichtigung der für den einzelnen Bezirk besonderen Aufgaben und Bedingungen leiten soll. Neben diesen besonders dringlichen Aufgaben müssen selbstverständlich unsere bisherigen Arbeitsgebiete — Innenarbeit, Keilarbcit, hebräische Arbeit die Arbeit in den Mädchen- und Schülerbünden — weitergehen* Die Konvente werden die nach den örtlichen Verhältnissen wichtigsten und aussichtsreichsten Arbeitsgebiete in den Vordergrund des Winterprogramms zu stellen haben. Nur wenn wir alle Kräfte anspannen, Sonderwünsche des Einzelnen zurückgestellt werden, und uns das Gefühl beherrscht, in besonders schwerer Zeit unsere Pflicht tun zu müssen, wird es uns gelingen, diese Aufgaben zu erfüllen. K.J.V.er sein, heißt, sich menschlich und zionistisch bewähren! Das Präsidium. Egon Rosenberg, Heinz Gerling, Franz Brüll, Leo Chitzes, Theo Epstein, Paul Hirsch, Walter Katschke, Hans Klee, Josef Obstfeld, Hermann Tumbowski, Hans Antoa WolfL 282