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Der jüdische Student · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 51)
Language
German
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yj£L „Kadimah" im KJ.V. Hambg. Da die Verbindung zum großen Teil aus ortsansässigen Bundesbrüdern bestand und über die Ferien beisammenblieb, wurde bereits Mitte August auf einem provisorischen Antrittskonvent zu Chargierten durchgehend für die Ferien und das Wintersemester gewählt: Ludwig Stein Gerhard Liebes XX, F.M., Raphael Sandler, Keilwart, Meloin Valk XXX. Unsere Hauptaufgabe sahen wir darin, die erst mit einem Semester wieder intensiv arbeitende Verbindung zu konsolidieren und unsere eben erst eingetretenen, jüngsten Bundesbrüder, meist Nichtzionisten, fest in unserer Gemeinschaft einzugliedern. In einer Großstadtverbindung pflegt naturgemäß der letztere Punkt zu leiden, da das Zuhause und die großen Entfernungen ein engeres inoffizielles Leben erschweren. Wir suchten dem durch die Gründung von Leibfamilien, durch Fahrten, Frei tag-Ab ende bei Alten Herren und Turnen im Bar Kochba abzuhelfen. Nachdem der Tendenzfuxenkurs (AH. Heinemann) des Sommersemesters in den Ferien beendet worden war, trat ein elementarer, sehr instruktiver Palästinakurs (A.H. Sam. Roch) an dessen Stelle. Für die gesamte Verbindung hielt Bbr. Liebes einen Geschichtskurs ab (von den Anfangen der jüdischen Geschichte bis zu den Makkabäern), der durch sein hohes Niveau und die umfassende Behandlung des Stoffes großes Interesse und Beifall bei den Bundesbrüdern fand. Abwechselnd hiermit fand ein Burschenkurs von Bbr. Gärtner und Bbr. Mendel über „Englische Palästinapolitik" statt. Der Gedanke, diesen so aktuellen Fragenkomplex einmal vom Standpunkt des Historikers und dann (das andere Mal juristisch zu behandeln, war äußest fruchtbar und brachte erst das ühtige Verständnis für unsere pdlüsche Situation. — Die hebräis&e Arbeit wurde mit Nachdruck aufgenommen. Alle Bundesbrüder waren Mitglieder der Sprachschule „Ivria".— Die Keilarbeit begann bereits im September mit einer Bearbeitung der Michaelisabiturienten. Es befan&s sich nur wenig jüdische Jungen darunter, die fast alle von Hamburg fortgingen. Auch die Keilaktion unter den Neuimmatrikulierten war mäA weniger schwierig. Die meisten Hbnschen waren bereits nach einer Säte hin festgelegt. Im ganzen hatten wir vier Aktivmeldüngen erzielt, daran wurden drei rezipiert. Zur Chantkah luden wir alle jüdischen Ahteienten zu einer Feier ein, die leideranr schlecht besucht war. — Zu ussarer Freude konnten wir auf einem gemeinsam mit dem Bezirks verband ässtanstalteten Convent den Präsiden Jes Kartells, A.H. Rosenberg, bei um sehen. — Ueber das Thema „Zinrismus und Liberalismus" sprach ^anläßlich der Berliner Wahlen A.H. Jbseph Cohn bei uns. Der interessaate Vortrag fand großen Beifall unf hatte eine angeregte Diskussion zur Folge. A.H. Boris Gurewitz (Riga) ^sjrach kürzlich sehr eingehend über aktuelle zionistische Fragen, besonfas über die Krise der Organisation and die Lage des amerikanischen Zonismus. Zu Ende des Semesters fand eine Burschung statt. Eudrvig Stein. V.J.St. „Ivria"-Heidelha£. Trotz geringer Aktiveizahl versuch* ten wir eine intensive JIrbeit durchzuführen. Bis zu den Weihnachtsferien fand unter Leitmg von A.H Hans Jonas, der leükr Heidelberg 139

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