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Der jüdische Student · 1930-08-01 · Heft 7-8 (August 1930) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
27 (1930)
Issue
Heft 7-8 (August 1930)
Date
1930-08-01
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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Es wurden nur 7 Aktivmeldungen erzielt, wovon 6 rezipiert wurden. Die sachliche Arbeit befriedigte. Neben Kursen fanden an außerordentlichen Veranstaltungen statt: ein Ausspracheabend mit der Gruppe revolutionärer Sozialisten, zwei Abende des A.H. h. c. Prof. Täubler über: Judentum und Palästina, A.H. Jonas über: Die jüdische Missionsidee, Rabb. Dr. Grunwald- Mannheim über religiösen Sozialismus, Priv.-Doz. Dr. Eppstein-Mannheim über den zionistischen Bürger, und einen politischen Ausspracheabend in der Verbindung besonders über die Probleme des Brith Schalom. Die K.K.L.- Arbeit war sehr erfreulich, und es gelang, einige Orte neu zu erfassen. Die Verbindung organisierte den Bezirksverbandstag des B.V. Nordbaden, auf dem A.H, Schloß vom Präsidium zugegen war und den auch eine Anzahl Bundesbrüder aus Freiburg und Frankfurt besuchte. Die Ausprache über praktische Verbindungsarbeit im kleinen Kreis mit den auswärtigen Bundesbrüdern war sehr produktiv. Der geringe Erfolg der Keilarbeit lag zum Teil daran, daß in diesem Semester weniger Studenten als im vorigen Sommer in Heidelberg waren, vor allem aber an der Uneinheitlichkeit der Verbindung, die es nicht ermöglichte, so diszipliniert und geschlossen eine Keilaktion durchzuführen wie im vorigen Sommer. Jordania-München. Chargen: Ernst Moses (X), Richard Eisen iXX F.M.), Walter Orb ach (XXX). Die Verbindung litt unter der schlechten Besetzung. 3 Aktivmeldungen wurden erzielt. Es gelang auch nicht, den persönlichen Konnex innerhalb der Verbindung so eng zu gestalten, daß ein kleiner, wirklich arbeitsfähiger Kreis sich bilden konnte. Nach Meinung der Verbindung lag das zum Teil daran, daß die Charge immer wieder durch ältere vorgeschrittene Semester, besonders wenn sie schon vorher des öfteren eine Charge bekleidet haben, besetzt ist. Man sollte die Charge nicht als ein Amt auffassen, für das lange Erfahrungen und große Weisheit das wichtigste ist, und man sollte jüngere Bundesbrüder mit der Führung der Verbindung betrauen und dieses nie öfter als ein-, höchstens zweimal. Bedauerlich ist, daß das 30jährige Stiftungsfest der Verbindung infolge der schlechten Besetzung nicht gefeiert werden konnte. Im Winter wird ein geschlossener Kreis von Bundesbrüdern nach München gehen, deren Aufgabe es sein wird, die Verbindung zu beleben. Hatikwah-Leipzigs Die Verbindung hat, nachdem sie zu Anfang einige Bundesbrüder, die sich nicht einordnen konnten, abgegeben hatte, erfreuliche Arbeit geleistet. Es fand ein Tendenzkurs unter Leitung von A.H. Markowitz, eine Arbeitsgemeinschaft über Politik (Leitung A.H. Wulf), zwei hebräische Kurse, Sport und Fahrten statt. 7 Bundesbrüder wurden rezipiert. Die Schwierigkeiten der Verbindung lagen daran, daß zu Anfang des Semesters nur zwei Burschen da waren. Trotzdem ist die Erziehungsarbeit gelungen. Das geistige Leben in der Verbindung war rege, es wurden auch über das zionistische Gebiet hinausgehende Themen behandelt, z. B. war ein Abend über die sexuelle Frage und drei Referate über das Problem der Religion. Die zionistische Situation drückte auf die Stimmung der Bundesbrüder, Das Gestütztseinmüssen auf Imperialismus und Kapitalismus hemmte den idealistischen Schwung, Das devote Beugenmüssen vor den Baalebatim und das Schnorren muß dem jungen Menschen würdelos er- 40

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