Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 10 (Dezember 1929)
- Date
- 1929-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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habeii, bei uns nur Gastrollen zu geben und den wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit nach wie vor in die Jugendverbände verlegen. Die Angaben über die jüdischen Vorkenntnisse der Füchse sind natürlich nicht unbedingt verläßlich, weil sie auf Selbsteinschätzung beruhen^, deren Maßstab uns unbekannt ist. Immerhin kann man feststellen, daß es heute im Gegensatz zur Vorkriegszeit doch eine beträchtliche Anzahl von Menschen gibt, die sich vor ihrem Eintritt bei uns mit jüdischen Dingen beschäftigt und sich Kenntnisse darin erworben haben, auch hebräische Vorkenntnisse sind bei einigen vorhanden. Es wird Sache der Kursleiter sein, diese Vorkenntnisse (z. B. in Arbeitsgemeinschaften, bei der Verteilung von Referaten usw.) nutzbar zu machen. Ludwig Mayer. Seminar des „Hechaluz". Der „Hechaluz", Deutscher Landesverband, veranstaltet auch in diesem Jahre ein Seminar für seine Mitglieder und weite Kreise der jüdischen Jugend in Deutschland. Der Hechaluz hat immer darauf Wert gelegt, mit der jüdischen Jugend verschiedenster Richtungen zusammenzukommen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein Jugendseminar die beste Form und Basis für das gemeinsame Erlernen jüdischen, zionistischen und sozialistischen Wissens ist. Das Seminar wird ferner eine gemeinsame Klärung der jüdischen Gegenwartsprobleme ermöglichen. Als Zeitpunkt des Seminars ist der 20. Dezember gedacht. Die Dauer etwa 14 Tage. Als Ort wurde das Jugendland der Stadt Berlin in Zossen bei Berlin gewählt. Folgende Themata sollen behandelt werden: 1. Fragen der palästinensischen Arbeiterbewegung (5 Vorträge). 2. Die arabische Frage (7 Vorträge). 3. Probleme der sozialistischen Bewegung (8 Vorträge). 4. Erziehungsprobleme (5 Vorträge). 5. Das jüdische Volk und der Zionismus (8 Vorträge). Ein genau ausgearbeiteter Plan wird an alle Jugendverbände zugänglich gemacht werden. Merkas Hechaluz. Mitteilungen des Präsidiums. Die Witwe unseres verstorbenen Bundesbruders Rechtsanwalt Georg Schutz in Breslau ist im Begriff, seine Akten zu vernichten. Bundesbrüder, die ein Interesse daran haben, daß einzelne Akten von der Vernichtung ausgeschlossen werden, werden ersucht, sich an Herrn Rechtsanwalt Hermann Sachs in Breslau, Neue Graupenstraße 17, zu wenden. Personalmitteilungen. Bbr. Dr. Erich Gerechter, Potsdam, Friedrichstr. 4, wurde zum Kammergerichtsrat ernannt. Bbr. Rechtsanwalt und Notar Dr. Berthoid Lehmann, Berlin W50, Ansbacher Straße 34, wurde zum Sachverständigen für amerikanisches Recht und Dolmetscher der englischen Sprache im Kammergerichtsbezirk ernannt. Das Präsidium des K.J. V. 44