Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3537599-3537802-3537808--7242-3545281- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Veranstaltungen waren — abgesehen von der Düsseldorfer Tagung, an welcher einschließlich der Damen etwa 50 Personen teilnahmen, — außerordentlich schlecht besucht. Selbst von den in Köln ansässigen Bbr. Bbr. waren auf wichtigen Sitzungen, wie denen vor und nach dem K. T. ein großer Teib nicht anwesend. Daß bei der übergroßen Ausdehnung unseres B. V. die meisten auswärtigen Bbr. an unseren Veranstaltungen nicht teilnehmen, ist erklärlich und entschuldbar. Unentschuldbar und unverständlich ist es aber, daß die Bbr. es nicht einmal für nötig hielten, den primitivsten — und sehr geringen — materiellen Anforderungen des B. V. nachzukommen oder unsere Rundschreiben und Einladungen auch nur zu beantworten. Oerade das Fehlen jedes materiellen Rückhalts erschwerte die Arbeit des B. V. außerordentlich und das mangelnde Verantwortlichkeitsgefühl der zahlreichen Bbr.t die nicht einmal ihren geringen materiellen Verpflichtungen gegenüber dem B. V. nachkamen, hat zu einem wesentlichen Teil bewirkt, daß der Vorstand des B. V. nicht mehr den Mut zu größeren Veranstaltungen fand. Der einzige Lichtblick in diesem wenig erfreulichen Bild ist die Tatsache, das die Keilerfolge der beiden Universitätsstädte unseres Bezirks recht gute Erfolge zeitigten, wobei allerdings an der Bonner Arbeit vom B. V. direkt nicht teilgenommen wurde, während die Keilarbeit in Köln von den A. H. im Zusammenarbeiten mit der Aktivitas durchgeführt wurde. Von größeren Keüveranstaltungen wurde abgesehen, nachdem sich gezeigt hatte, daß die Keilarbeit auf den zu diesem Zwecke veranstalteten Einladungen bei den A. H. A. H. zu rascheren und günstigeren Erfolgen führte. Diese Einladungen waren Glieder der Kette von Einladungen, die die gesamte Aktivitas der Kölner Verbindung während des ganzen Semesters Freitags Abends jeweils in das Haus eines anderen A. H. führten; eine Einrichtung, die sich durchaus bewährt hat und sämtliche A. H. A. H. — auch die, die der Verbindung sonst sehr fern stehen — wenigstens ein- bis zweimal im Jahr in Konnex mit der gesamten Aktivitas bringt. Unsere Veranstaltungen im verflossenen Halbjahr waren folgende: 24. 11. Sitzung des B. V. in Köln. (Neubildung des Vorstands. Referat von Bbr. Sternau-Düsseldorf: Zionistische Arbeitsaufgaben und Arbeitsmöglichkeiten des A. H.) 29. 11. Teilnahme an der Makkabäerfeier des Bar Kochba auf Grund besonderer Rundschreiben des B. V. 9. 12. Mitveranstaltung und Teilnahme an der Sitzung des Verbandes zur Förderung der Universität Jerusalem in der Wohnung von A. H. Maas. (Vortrag von Prof. Eh*. Citron.) 7. 1. Veranstaltung des Vortrags von Dr. Brünn, Jaffa, über Orangenbau und Orangenplantagen auf privatkapitalistischer Grundlage. 20. 1. Sitzung des B. V. in Düsseldorf. (Referat Kanowitz: Die Ergebnisse der A.-C.-Sitzung und die künftige Entwicklung des Zionismus.) _14. 2. K. T.-Konvent in Köln. (Referent Bbr. Boris Silbert.) 7. 3. B. V.-Sitzung in Köln. (K. T.-Bericht Bbr, Rosenthal.) 13. 5. B. V. in Köln. (Aussprache über die Lage im B. V. Versichepungsaktion zur Ansiedlung deutscher Chaluzim.) 3* 15