Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- (März 1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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Aufruf! Liebe Bundesbrüder! Im Jahre 1925, dem Jahre der Eröffnung der Hebräischen Universität Jerusalem, wurde, wie in den meisten Ländern der Welt, so auch in Deutsckland, ein besonderer Verband gegründet, der sich die moralische und materielle Förderung der Universität Jerusalem zur Aufgabe gesetzt hat Diesem „Deutschen Verbände zur Förderung der Universität Jerusalem" ist es in dreijähriger Arbeit gelungen, einige hundert jüdische Akademiker, teilweise auch Nichtakademiker, in Deutschland an sich heranzuziehen und, freilich noch in sehr bescheidenem Maße, materiell am Aufbau der Universität Jerusalem mitzuarbeiten. Dem Verbände gehören auch einige unserer Bundesbrüder als Mitglieder an; ihre Zahl ist jedoch verschwindend gering im Verhältnis zur Gesamtzahl der Mitglieder des Verbandes, im Verhältnis zur Zahl der Mitglieder unseres Kartells und ganz besonders gering, wenn man bedenkt, daß die Förderung der Universität Jerusalem, der ersten akademischen Lehrstätte Erez-Israels, die spezielle Aufgabe der zionistischen Akademiker sein sollte. Wir können uns dieses Mißverhältnis zwischen unserer speziellen Verpflichtung, am Aufbau der Universität Jerusalem mitzuwirken, und der Zahl der Mitglieder unseres Kartells, die dem Deutschen Verbände zur Förderung der Universität Jerusalem angehörem, aur dadurch erklären, daß in weiten Kreisen unserer Bundesbrüder von der Existenz des Verbandes nichts bekannt ist, und wir richten heute an alle unsere Bundesbrüder, sofern sie noch nicht Mitglieder des Verbandes sind, den dringenden Appell, sich diesem mit Hilfe des dieser Nummer des J. St. beigefügten Beitritts-Formulars baldigst als Mitglieder anzuschließen. Keiner von uns soll sagen, daß ihn seine finanzielle Leistung für den Keren Hajessod von dieser Verpflichtung entbinde; keiner soll sagen, daß ihm die finanzielle Inanspruchnahme für zionistische Zwecke die Erfüllung dieser Ehrenpflicht des zionistischen Akademikers unmöglich mache. Denn der Verband fordert keine großen finanziellen Opfer. Jeder Mitgliedsbeitrag, den ein Bundesbruder für diesen Zweck aufzuwenden bereit ist, ist willkommen. Es kommt dem Verbände nicht darauf an, große materielle Mittel durch das K. J. V. aufzubringen, sondern es handelt sich in erster Reihe darum, dem Deutsche« Verbände zur Förderung der Universität Jerusalem durch den Beitritt aller im K. J. V. zusammengeschlossenen zionistischen Akademiker ein moralische* Gewicht zu geben. Darum trete jeder Bundesbruder dem Deutschen Verbände zur Förderimg der Universität Jerusalem bei! Für den Deutschen Verband zur Förderung der Universität Jerusalem gez. Georg Herlitz. Brich Rosenkranz-Bund A.H.B, der Hasmonaea A. H. B der Makkabaca gez. Mariin Ascher. gez. Fritz S. Neumann gez. Salfy Hirsch. A. H. B. des Ruder-V. J. St. A, H. B. des Sport-V. J. St. gez. Paul Hirsch. gez. Irvin Fisher. m