Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Februar 1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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die unerfültt (bleiben und schlechtes Gewissen erzeugen. Hier hilft nur dk fröhliche Wissenschaft der Tat. Darum Stichen wir auf allen Wegen Stärkung des realen Zusammenhanges durch ernsthafte Beschäftigung mit den politischen und kolonisatorischen Fragen, durch engere »reale Verflechtung mit palästinensischen Interessen, durch Einbeziehung der Bundesbrüder hier in die palästinensische Arbeit, aber auch durch Einbeziehung der palästinensischen Bundesbrüder in unsere Tätigkeit. So hartin «wif die Freude; manchen ra aus Frcz-Isracl Zurückgekehrten für die K J. V.-Arb#Ü zu aktivieren und viele besuchsweise hier anwesende Bundesbrüder in kleinerem oder größerem Kreise sprechen zu hören Das kommende Frühjahr wird eine wachsende Schar Palastinareisender aus den Reihen des K J. V sehen. Jeder K. J. V.er müßte gerade als Aktiver einmal nach Erez-Israel gehen Die nicht unmögliche Verwirklichung dieses Vorschlags wäre pädagogisch höchst bedeutsam, sie wurde mit einem Schlag manchen Mangel abhelfen und* vielleicht auch der Berufsentwicklung in einigen Fällen noch eine andere Richtung geben Die Anteilnahme der Aktivitas an der Arbeit der zionistischen Institutionen wachst. Nicht nur, daß die beiden Tagungen des A. C lange Stoff zu leidenschaftlichen Debatten boten: unsere jungen Bundesbrüder beteiligen s*ch erfreulicherweise in zunehmendem Mark1 und mit F-rfolg an der K' K. I . und Ortsgruppenarbeit und das Interesse an und das Verständnis für politische Prägen nimmt zu In persönlicher Hinsicht ist das K ). V wieder fühlbar zusammengewachsen l)ic nicht geringe Zahl der in den letzten Semestern neu gewonnenen Bundesbrüder hat sich gut in den Kreis des Karteiis hineingefunden Besonders in dieser Hinsicht war das Camp ein Erfolg: die jungen, zum Teil der Assimilation entstammenden Bundesbrüder sind mit der Ideenwelt des Zionismus vertraut geworden. Das vielfach noch zu beobachtende Fehlen persönlicher Palästinaziele kann und wird auch hier nur durch ein% ernsthafte erzieherische Bemühung um den realen Zusammenhang mit Erez- Israel überwunden werden Hebräisch wird zum Teil mit großem Eifer und nicht ohne Erfolg gelernt Oerade hier zeigt sich, daß der Einfluß weniger Einzelner, die beispielgebend vorangehen, die Tendenz einer, Verbindung entscheidend beeinflussen kann Für die Zukunft des Hebräischen im Kartell ist manches von' der vorbereiteten systematischen ^Mitarbeit besonders fachkundiger Bundesbrüder zu erwarten. Die Altherrenarbeit, jahrelang ohne großen Erfolg von außen her angekurbelt, zeigt mancherorts sehr starke Impulse von innen her, so in Rheinland-Westfalen (Vorort Köln) und in Mitteldeutschland (Vorort Leipzig). Auch in Berlin arbeiten die Altherrenbunde mit wachsendem Erfolg. Hier hat die Arbeit sehr durch die Neugestaltung der K. J. V.-Rjürne gewonnen, die .nicht* nur der Aktivität eine starker^ Heimatlichkeit vermittelten,, sondern auch von den Arten Herren gern aufgesucht wurden (und auch auf außenstehende 'zionistische Kreise $ehr anziehend wirkten). Die Einrichtung der an jedem "Mittwoch > stattfindenden Klubabende fand lebhaften Anklang. Die gelegentlich"gebrauche Bezeichnung „K. j. V.er-Haus'4 ist freilich noch eine Wunschphantasie:; aber ein Bedürfnis für ein eigenes 11