Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1928-08-01 · Heft 4 (August 1928) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 4 (August 1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3537599-3537794-3537798--6868-3544899
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Unsere regelmäßige Hauptveranstaltung war das Rudern, das u<; jeden Sonntag um 9 Uhr im Bootshaus versammelte, von wo ans v,jr dann auf Tagestour gingen. Am gemeinsamen Lagerplatz wurden die zionistischen Tagesfragen besprochen. Die Keilfüchse und die Anfän-.-i versuchten indessen unter Leitung von älteren Bundesbrüdeni hinter di« Geheimnisse des hohlen Kreuzes zu kommen. Der Donnerstagnachmitiawar dem Uebungsrudern vorbehalten. Der gesamte Ruderbetrieb wurde zuerst von Bbr. Feinberg, später von A. H. Martin Hennig geleitet. Er erfährt durch die Ferien keine Unterbrechung. Für die Burschen gab A. H. Moritz Bileski einen 14tägigen Kiu*. in dem er uns eine Vertiefung der für den Zionismus wesentlichen Begriffe Nation und Politik gab, und in dem wir auch zionistische Tagesfragen erörterten. Die Fuchsenstunde wurde von den Bundesbrüdern Hans Katschkc und Aronowicz in achttägiger Abwechslung gegeben. Diese Trennung ist in einem früheren J. St. einmal nicht ganz zutreffend als Kommenlimd Tendenzfuchsenstunde bezeichnet worden. H. Katschke betonte mein das Persönliche im K. J. V.er Leben, er besprach die Karteligeschichic und die großen europäischen Bewegungen. Er gibt den Kurs jetzt regelmäßig, während Aronowicz sich auf ausgewählte Kapitel der Ideologie beschränken wird. Ein Kursus über Antisemitismus, den A. H. Leo Strauss, für alle Berliner Verbindungen leitete, versammelte die interessierten BundesbrüüVr 14tägig zu gemeinsamer Arbeit. Eingeleitet wurde das Sommersemester durch eine große Bowlenkneipe, die wir zur Begrüßung unseres A. H. Martin Samter gaben, drr zu kurzem Besuche aus Kairo zu uns kam. Wir konnten eine Reihe von Alten Herren dort begrüßen, die uns alle ihre Unterstützung für die Sommerarbeit zusagten. Diese war für den Anfang in großen Zügen durch den K. T. ur.w die Keilarbeit bestimmt. Unsere Keilerfolge sind schlecht Von 27 Kn!- füchsen, die bei uns verkehrten, haben wir 2 Neuaufnahmen er/:e!" 2 weitere sind zu erwarten. Nur 2 Keilfüchse, um die wir uns wirklie?- bemüht haben, sind nicht zu uns gekommen. Die meisten sind von ur.- abgelehnt worden. Wir wollen, nach Erfahrungen der letzten Sememe: jetzt sehr vorsichtig bei Neuaufnahmen sein. Wir machten 2 grvl c:< Keilveranstaltungen. Auf der einen sprach A. H. Siegfried Kanowitz, andere fand bei A. H. Kurt Blumenfeld in der Wohnung statt. Eine KVvon Gruppenabenden dienten der weiteren Werbearbeit. Zwei Veranstaltungen sind noch hervorzuheben: Der Tor..- Theodor Herzls wurde durch eine Herzl-Feier begangen, auf der Wo-- Bloch die Gedenkrede hielt. Unser besuchtester Abend war eine Aussprache mit der kammn*..- sehen Gruppe der Universität. 70 Bundesbrüder, darunter vide 1- Herren, wohnten ihm bei.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.