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Der jüdische Student · 1927-06-01 · Heft 2 (Juni 1927) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 2 (Juni 1927)
Date
1927-06-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Präsidiumsbericht über die Arbeit der letzten Monate__3_t Präsidiiimsbericlit über die Arbeit der letzten Monate. Wenn wir schon heute versuchen, einen Bericht ülrer unsere bisherige Arbeit zu geben, so erklärt es sich aus der Siiuation, die der Kartelltag schuf, wie auch durch die kurze Zcit.-panre, daß wir im folgenden mehr von Ansätzen und Aussichten, als vnn fertigen, sachlichen Ergebnissen sprechen können. Wir hatten -ursprünglich vor, die Protokolle der inzwischen abgehaltenen Prä^-iditmssitzungen zu veröffentlichen, nehmen aber aus Gründen der Uebeisichtlichkeit davon Abstand und fassen hier das Wesentliche zusammen. Eine der Hauptschwierigkeiten, mit denen jede Leitung, einer Organisation zu kämpfen hat, besteht darin, die ständige Fühlung mit den verschiedenen Gruppen aufrecht zu erhalten Wieviel darin bei uns noch zu bessern ist, wird von niemanden mehr als vom Präsidium empfunden, und so war auch der gröÖSe Teil der ersten Arbeit von seiten der Ressorts darauf gerichtet, £kn Kontakt mit den verschiedenen Kartellcrganisationen herzustellen und sich eine Uebersicht zu schaffen. Wir begrüßen es in caesem Zusammenhang, daß die Präsidiumssitzungen regelmäßig vca den Vertretern der Berliner Verbindungen besucht wurden. Jecbch fordert eine befriedigende Lösung dieser Frage einen gewissen Spielraum an Zeit, und wir bitten daher vorläufig um Geduld. Ms nächste größere Veranstaltung des Gesamtkartells ist das Camp vorgesehen. Ein Rundschreiben des Sport-Ressorts liegt dazu vor. Nur ist noch hinzuzufügen, daß der Ort noch nicht erdgültig angegeben werden kann. Wie früher, ist auch jetzt beabsichtigt, das Camp örtlich und zeitlich in günstigen Zusammenhang mit dem Kongreß zu bringen. Unsere Entscheidung ist daher ven der Wahl des Kongreßortes abhängig. Bevor wir auf die Arbeit der einzelnen Ressorüs eingehen, v/ollen wir eine technische Schwierigkeit kurz erwählen, die uns anfangs sehr an der Entfaltung unserer Kräfte hinderte. Wir waren gezwungen, einen Monat lang interims.v.eise in der Meinekcstraße zu arbeiten, wro uns die Z. V. f. D. bereitwilligst ein Zirnmer zur Verfügung stellte, bis der Umbau unserer Wohnung in der Bleibtreustraße eine Uebersiedlung des Büros zuliell Die Ausgestaltung der neuen Räume zu einer zweckmäßigen, angenehmen Wohnung r: t jetzt Gegenstand einer Sammelaktion untfer den Berliner Bundes!: rüdern. Wir hoffen, dem Kartell ein Heim zu schaffen, durch das v/u unseren Veranstaltungen einen würdigen äußeren Rahmen geben können. Auch für die Neubelebung' cLee Altherrenarbeit in Berlin versprechen wir uns hiervon Günstiges und erwarten insbesond ie eine Stärkung des Konnexes zwischen Aktivitas und Altherrenscha:t.

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