Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1927-02-01 · Heft 1 (Februar 1927) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 1 (Februar 1927)
Date
1927-02-01
Page
[Seite] (sequence 60)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3537599-3537790-3537791--6606-3544632
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

60 Mitteilungen des Präsidiums dem wird als Urteil eines anerkannten Forschers auch zu den Herzen derer dringen, die bisher dem jüdischen Palästinawerk voller Zweifel oder gar ablehnend gegenüber standen. Die Schlußworte . dieses Aufsatzes sind so schön, daß ich mir ihre wörtliche Wiedergabe nicht versagen möchte: „Wenn die Einwanderung der Juden aus der ganzen Welt, im Gefolge der Bewegung, die unter dem Namen Zionismus bekannt ist, erfolgreich wird, dann wird Palästina zweifellos einer Renaissance von größter Bedeutung entgegengehen. Angesichts der Blindheit, mit der die Kulturvölker des Okzidents ihrem Untergang entgegeneilen, und angesichts des Erwachens der Völker Asiens muß man mit Ueberraschung und mit Beben der Zukunft entgegensehen. Aber was auch die kommenden Zeiten in ihrem Schöße tragen werden, — laßt uns hoffen, daß Palästina wieder wie früher ein Zentrum der Kultur werden möge, zu seinem eigenen Segen und zum Besten der ganzen Menschheit." Und auch das Nachwort Georg Landauers bietet durch seine Schilderung der Beschaffenheit des Landes, seiner Bevölkerung und seiner Geschichte eine recht schöne und wertvolle Ergänzung zu dem Werk. Und nun das Kernstück des Werkes, die Abbildungen, bringen so ziemlich alles, was dem Palästinareisenden ins Auge fällt und was für das Verständnis des Landes und seiner Geschichte sowie seiner Bevölkerung und unserer jüdischen Aufgaben im Lande notwendig ist. So finden wir hier zu unserer großen Freude auch die Produkte jüdischer Arbeit in den letzten Jahrzehnten in wirksamen Bildern wiedergegeben, in den Städten wie auf dem Lande. Wir sehen Chaluzim bei der Bearbeitung des Bodens, der Sümpfe und bei ihren Festen. Es fehlen ebensowenig die Bildungsanstalten wie die herrlichen Pflanzungen in Migdal, Kinereth. Daganiah. Das letzte Bild zeigt das erste Institut der Hebräischen Universität. So anschaulich die Bilder auch sind, so ist doch zu bedauern, daß, um den Preis der Anschaffung des Werkes möglichst niedrig zu halten, die Wiedergabe der Bilder nicht auch, wie in dem Gröber schen Werke, im Kupfertiefdruckverfahren erfolgen konnte, sondern der Herausgeber sich auf einfache Kunstdrucke auf gutem Papier beschränken mußte. Dafür ist aber das Werk so preiswert, daß einem jeden die Anschaffung möglich sein wird. Joseph Hirschberg. Frankfurt a. O. Mitteilungen des Präsidiums. Wir verlegen unsere Büroräume im März dieses Jahres von der Kui - fürstenstraße 150 nach Chariottenburg 2, Bleibtreustraße 50. Es ist uns gelungen, den größten Teil des dortigen Gartenhauses unter sehr günstigen Bedingungen zu mieten. Die notwendigen Umbauten, die nach unseren Plänen durchgeführt werden, sind bereits in Angriff genommen. Das K.J.V. wird dort eine unseren Zwecken in jeder Weise entsprechende Wohnung zur Verfügung haben.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.