Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 4-5 (Juni 1925)
- Date
- 1925-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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Protokoll der konstituierenden Prasidiumssitjung vorn 9. Juni 1925 157 Foerder schlägt für die Durchführung der Arbeiten vor, daß die einzelnen Ressortleiter in den nächsten Präsidiumssitzungen über ihr Tätigkeitsgebiet ausführlich referieren, und daß nach einer eingehenden Stellungnahme des Präsidiums der konkrete Arbeitsplan für die einzelnen Ressorts festgestellt wird. Es wird vorgesehen, daß das Präsidium etwa alle vier bis sechs Wochen zu einer eintägigen Sitzung zusammentritt, die insbesondere der Erörterung grundsätzlicher Fragen der Kartellarbeit gewidmet sein soll, und zu der ein kleiner Kreis besonders interessierter Rundesbrüder zugezogen werden soll. Präsidial- und Berufungs-Eh renrat: Der Vorschlag Arthur Stein, Hurwitz und Foerder, Ersatzehrenrichter Ascher und Paul Hirsch wird einstimmig angenommen. Weltstudentenverband: Foerder berichtet über den geplanten Bau eines Hauses des Weltstudentenverbandes in Jerusalem, das 7000 Pfund Sterling kosten soll. Es wird nach einer Debatte, an der sich Kanowitz, Paul Hirsch und Leo Rosenblüth beteiligen, beschlossen, eine finanzielle Teilnahme des Kartells an diesem Bau abzulehnen. Zur Tagung des Zentralrates des Weltstudentenverbandes in Wien soll eine generelle Zusage gegeben werden. J. S t. : Der Kartelltags-J.St. soll baldmöglichst erscheinen und noch von Paul Hirsch redigiert werden. Leo Strauß soll einen Kongreß-J.St. vorbereiten und entsprechende Vorschläge einer der nächsten Präsidiumssitzungen vorlegen. Maasser : Es wird eine Kommission eingesetzt, bestehend aus Hurwitz, Kanowitz und Foerder, die auf der nächsten Präsidiumssitzung einen Vorschlag über die Ausführungsbestimmungen zu dem Kartelltagsbeschluß vorlegen soll. Hebräisch: Nachmannsohn wird beauftragt, im nächsten J.St. zu veröffentlichen, daß der Termin für evtl. Ausnahmen bei A.H.ierungen am 1. Oktober dieses Jahres abläuft. In der A.H.ierungsfrage wird eine Kommission eingesetzt, bestehend aus Kanowitz, Loeb, Nachmannsohn, die die noch vorliegenden A.H.ierungsgesuchedurcharbeiten soll. Seminar fürErziehung: Die Anregungen des Kartelltages werden Nachmannsohn zur Bearbeitung übergeben, ebenso der Beschluß über die Palästinakurse. Foerder spricht über die Notwendigkeit der regelmäßigen Berichterstattung aus Palästina. Man kann bei der großen Anzahl palästinensischer Bundesbrüder nicht mit allen Bundesbrüdern einzeln regelmäßig korrespondieren. Es soll nach Möglichkeit an jedem Ort ein Bundesbruder die Berichterstattung übernehmen. Leo Rosenblüth verspricht, für diese Angelegenheit Sorge zu tragen und weist auf die Notwendigkeit hin, daß zu der nächsten K.J.V.er-Tagung in Palästina, die voraussieht-