Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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S8 Zur Altherrenfrage Voranschlag pro QuartaL Gehälter, Versicherungen u. Krankenkassen 2200.— Mk. Miete, Heizung und Licht....... 600.— Telephon ............ 250.— Inventar ............ 300.— Rundschreiben und Büromaterialien . . . 600.— Porti ............. 450.— J. St............." . 500.-^ Reisen............. 50° — Eventualia ........... 100.— 5500.— Mk. Zur Altherrenfrage. Von David Schloßberg, V.J.St. Maccabaea, Königsberg. A.H. Durch den Aufruf des vorläufigen Präsidiums des A.H.-Bundes und den Artikel von Bbr. Rudolf P i c k im letzten f.St. ist erneut die immer dringlicher werdende Altherrenfrage zur Debatte gestellt worden. Zwei Tatsachen, jede für sich unbestreitbar, aber in scheinbar unvereinbarem Widerspruch miteinander stehend, beleuchten das Problem. Auf dem Wiesbadener Delegiertentag der Z.V.f.D. bat ein Delegierter — Nicht-K.I.Ver —- behauptet, mehr als 90 Prozent der Alten Herren des K.I.V. wären zionistisch völlig untätig und uninteressiert — und er hatte unzweifelhaft recht mit dieser Behauptung —, dennoch hat kurz darauf der gleiche Delegiertentag einen Landesvorstand gewählt, der zur Hälfte aus Alten Herren des K.I.V. besteht und dessen Präsidium nur K.I.Ver angehören. Sicher hat der Delegiertentag mit dieser Wahl recht getan, denn die K.I.Ver, die er an seine Spitze gestellt hat, gehören wirklich zu den tüchtigsten/ und tätigsten deutschen Zionisten. Halten wir daneben noch die Tatsache, daß auch verschiedene unserer nach Palästina gegangenen älteren Bundesbrüder dort hervorragendste Arbeit leiten, so kommen wir zu dem Ergebnis, daß das K.I.V. seinen zionistisch interessierten, von der Idee durchdrungenen, opferbereiten Mitgliedern eine ausgezeichnete Schule für ihre Betätigung in der Bewegung gewesen ist, daß es aber andererseits bei der Aufgabe versagt hat, die übergroße Mehrheit der von Hause aus weniger Interessierten, nicht so durch die Idee Bestimmbaren, auf die Arbeit für die Gemeinschaft nur in geringem Maße Eingestellten in irgendwie befriedigender Weise zur Mitarbeit und Anteilnahme an der zionistischen Sache zu erziehen. Man könnte sich nun auf den Standpunkt stellen: