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Der jüdische Student · 1924-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1924) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
21 (1924)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1924)
Date
1924-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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2 Antrat wurde dadurch zu einem Vorbild irn Karte^leben. Sie ist schließlich auch derjenige Kreis irn Kartell, der bis heute -schön aus seiner Mitte die größte Anzahl Menschen nach Erez Israel entsendet hat. , Das Kartell steht am Beginn einer neuen Entwicklungsperiode. Nur-gemeinsames-, Finden und sich Bemühen aller um den neuen Weg kann seine Tätigkeit wieder m einer erfolgreichen, für die Oestalrang zionistischen Lebens maßgebenden und fruchtbaren machen. Wir hoffen, daß die Königs<berger ,<Maccahaea" ebenso Aviwj m vergangenen Abschnitten der Kartellgeschichte auch jetzt Schrittmacher des neuen Weges sein wird. In diesem Sinne wollen wi: unserer Königsberger Verbindung und den dortigen Bundesbrüdern zu diesem Feste unsere herzlichsten Glückwünsche übersenden und ihr weiter für die Zukunft wünschen, daß sie so wie bisher, erfolgreich in ihrer Arbeit, dem Kartell als Vorbild einer KJV.- Korporation dienen kann. Wir hoffen, daß auf diesem Stiftungsfest da< Kartell sich wieder in größerem Kreise versammeln wird, und wir alle werden uns freuen, dort anläßlich dieses bedeutungsvollen Tages wieder einige Festesstunden verleben zu können. Das Präsidium des KJV. Aufru f I B u 11 d e s b r ü d e r! Das KJV., das dem deutschen Zionismus und damit der Weltorganisation die belebenden und aufbauenden Kräfte gestellt hat und aoeh stellt, darf auch bei der unmittelbaren Aufbauarbeit in Palästina nicht fehlen. Die Kolonisation Palästinas erfordert Menschen,.die zielbewußt alle Sonderbestrebungen hinter den großen Gedanken des Aufbaus zurückstellen. Solche disziplinierte Menschen sind aus der Erziehung des KJVhervorgegangen- S^e stehen zur Übersiedlung nach Palästina bereit. Sie haben ihre Lebensberufe zum Teil direkt auf die Aufbauarbeit in Erez Israel eingestellt, und zwar auf Grund der durch die Erziehung irn Kartell erhaltenen zionistischen Lebensauffassung. Sic haben ein Recht darauf, daß ihnen das Kartell bei der Verwirklichung ihrer Lebensziele Hilfe leistet. Dem Kartell liegt die Aufgabe ob, die Geldmittel hierzu aufzubringen. Nach unserer Überzeugung kann die organisatorisch zusammengefaßte Arbeit des Kartells diese Aufgabe bewältigen. Damit ist dem Kartei? die erste praktische Paläsünaarbeit gestellt. Es ist aber erforderlich, daß jeder einzelne Bundesbruder sich für diese Gesamtauigabe des Kartells verantwortlich fühlt. Auf fremde Hilfe können und »dürfen wir nicht rechnen. Wir.« haben daher einen ..Übersiedlungsfonds" geschaffen, der Bundesbrüdern für die Zwecke ihrer Übersiedlung nach Palästina Darlehen zur Verfügung stellt. In erster Linie sollen daraus die Kosten der Überfahrt gedeok- und etwaigezunächst in Deutschland zurückbleibende Familienangehörige durch laufende Beträge unterstützt werden. Weiterhin soll aber auch für den Unterhalt der Bundesbrüder in Palästina in den erster Wochen gesorgt weiden. Für den letzteren Zweck wird in Palästina ein gleichartiger Fonds von den bereits in Palästina befindlichen Bundesbrüdern ".egründet werden, der aus eigenen Mitteln oder mit unserer Unterstützung -diese Aufgabe erfüllen wird. Die Bundesbrüder in Palästina, welche wir von unserem PI212 unterrichtet haben, haben ihn mit außerordentlicher Freude und Genugtuung begrüßt und halten ihn für eine wesentliche Tat des KJV. Der Gedanke ist aus der Alt-Herren-Verbindung JKadimah" in Berlin hervorgt-gangen. Von ihr ist die Durchführbarkeit auch mit Erfolg erprobt

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