Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1922)
- Date
- 1922-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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Alk den Verhindunj;en Me.vrbsv^rba Aus den Verbindungen u. Bezirks verbünden VJSt. liasmonaea Breslau. Der Antrittskonvent, der eine Aktiviias von [ en 10 Mann. 12 Inaktiven und verschiedenen aktiv am Verbindungsleben i teilnehmende Alten Herren aufwiese, sab in Anbetracht eines vorang3gan-| irenen für Bresiauer Verhältnisse*- -guten Wintersemesters günstige Aus-; sichten auf eine eri<•breiche Sommerarbeit. Zwar r:»i.k"J »• *;.r v-"!;ä!inismäCig ijwliLn Zahl der Einheimischen keine ßtmdcsbrikk-r, die r •'••lit durch Examensarbeit oder Ar reit in andern jüdischen Organisationen i -\v-'dah. Blau-Weiu usw.) daran gehindert waren, sich ganz für die Ver- nindirngsarbcit einzusetzen und etwa die Charge zu übernehmen; da \ vor den 4—5 gemeldeten Ueberweisungen 2 doch ziir Tatsache geworden £ waien, brauchte man von dem scheinbar bewährten Prinzip dem Breslauer? jüdischen Leben gegenüber möglichst unvoreingenommene Bundesbrüder zu \ chargieren, nicht abzugeben und besetzte die Chargen wie folgt: \ Theodor Neu in a n n (Leipzig) x \ Julius L ö w e n s t e i n (Karlsrubc) xx \ Joseph Hirsch xxx [ Aus technischen Gründen wurde nach kurzer Zeit ein Wechsel des xxx \ nötig und übernahm diese Charge Bbr. Hirschowitz. — Dank der guten j Vorarbeiten des durch AH. Deutschmann gelejteten Keilressorts hatten wir j gleich zu Semesterbeginn 4 Aktivmeldungen zu verzeichnen und stehen mit j verschiedenen aussichtsreichen Keilfüxen in enger Fühlung. Leider Ist die \ Aufnahmefähigkeit der Verbindung beschränkter als die Keilmöglichkeiten, j da uns nur wenige Bundesbrüder zur Verfügung stehen, die für Leibver- \ hältnisse in Betracht kommen und der Verbindungskreis noch lange nicht \ so gefestigt und intensiviert ist, um eine erfolgreiche Fuxenerziehung ohne j Leibverhältnisse wahrscheinlich zu machen. Diesen Testen Verbindungs- \ kern zu schaffen, wird vornehmlich das Bestreben des laufenden Semesters i sein und wollen wir dieses einesteils durch gemeinsames Arbeiten im und für das Seminar, das den Hauptteil der jüdisch-wissenschaftlichen Aus-; biidnng der Bundesbrüder übernimmt, andernteils durch gemeinsame Spaziergänge und regelmäßige Sonntagsfahrten, die den persönlichen Konnex zwischen den einzelnen Bundesbrüdern schaffen sollen, zu verwirklichen suchen. Da die Linsteilung einzelner sogar langjähriger Bundesbrüder ihrem KJVertum und allen damit zusammenhängenden Fragen und Aufgaben gegenüber noch sehr indifferent und unklar ist. wird der KJV.-Unterrickt nicht wie bisher nur für die Fiixe, sondern als allgemeiner Fnxenimd Burschenkurs abgehalten v/erden, um dabei an Hand eines von Bbr. Olitzkl gegebenen Ueberblickes über die Kartellgeschichte alle diesbezüglichen Gesichtspunkte zu besprechen und zu einer in dem Einzelnen positiven Klärung zu bringen. Vorläufig hat durch die Keilarbeit und die Erörterung der Kartell- Probleme noch eine volle Entfaltung des Arbeitsplanes nicht erfolgen können, doch haben die wenigen Wochen schon genügt, um einen kler^i Kreis herauszukristallisieren, der sich bemüht, durch intensives Zusammenarbeiten und -leben einen lebendigen Verbindungskreis zu schaffen, alle lauen Elemente, soweit sie noch erfaßbar sind, an sich zu ziehen und so den erzieherischen und podtkeken Ausgaben des Kartells gerecht zu werden. AHiert winden iaB. Dr. Becker und Alired Cohn. Mit unsern Alten harren aus der Provinz hoffen wir in Zukunft durch die N.F.- und andere A r.arbeit in engere Fühlung als bisher zu kommen und durch sie sowohl rT,.::eriei!e als auch icieele Unt. fsTüt/ung nicht zuh:t?t n der Keilarho.t /u finden. Theo Netiranr.n x.