Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1922)
- Date
- 1922-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3537599-3537768-3537773--5644-3543764- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
152 Bericht des Präsidiums an den Kartelltag Beiträge iür das Jahr 1922. Den Semesterbeitrag der Aktiven und Inaktiven beträgt 30.— M. Die verdienenden Alten Herren schätzen sich nach folgenden drei Einkommerklassen: Alte Herren mit kleinem Einkommen 300.— M. Alte Herren mit mittlerem Einkommen 600.— „ Alte Herren mit großem Einkommen von 1000.— „ ab. Diese Sätze gelten als Jahresbeiträge. Die A.H.-ierungsgebühren betragen 800.— M. tinnahmen für das Jahr 1922 bis zum 1. Mai. Beiträge der Aktivitas 7 615.—M. Beiträge der Alten Herren 45 793.75 „ A.H.-ierungen 350.— », Schulden aus dem Jahre 1922 895.50 „ 54 654.25 M. Bisher eingeschätzt haben sich 250 Alte Herren mit Beiträgen in Höhe von 75 MO M. Ressort für Turnen und Sport.*) Das Gebiet des Turnens und des Sportes im Kartell ist noch immer dadurch ausgezeichnet, daß es sich einer unverhältnismäßig großen Teilnahmslosigkeit erfreut. Wenn auch in einigen Verbindungen die Bundesbrüder 2&rn und freudig hier arbeiteten und ihre Kraft in den Dienst dieser Sache stalten, so muß man beim Gros der Bundesbrüder eine große Unlust gegen körperliche Betätigung feststellen. Dies liegt zweifellos z. T. daran, daß in vielen Verbindungen nicht die Leute da waren, die einmal etwas von der Materie verstehen, andererseits auch die anderen Bundesbriider heranziehen und ihnen Freude am Sport beibringen können. Wo derartige Bundesbräder waren, konnte man auch eine geringe Besserung beobachten. Es muß jedoch festgestellt werden, daß im Kartell dieses Gebiet immer noch als ein untei geordnetes behandelt wird, .und daß seine gerade für uns wertvollen Anregungen nicht genügend beachtet werden. Die Arbeit des Ressorts konnte bei dieser Grundstimmung nichts weiter tun, als diu Verbindungen Anregungen zu geben und Vorschläge zu machen. Eine plaraiäßige Verteilung von sachkundigen Bundesbrüdern in die einzelnen Verbindungen konnte noch nicht unternommen werden, da ihre Zahl, wie oben gesagt, zu gering ist. Immerhin muß festgestellt werden, daß der Sportbetrieb im Sommersemester 1921 in Anbetracht der oben geschilderten Grundstimmung relativ zufriedenstellend war. Offizielle sportliche oder turnerische Veranstaltunjsmi hatten IN Verbindungen und Gruppen (die Sportverbindungen sind hier nicht mitgerechnet^: darunter waren 7 Verbindungen, in denen der Spornetrier, nach den Berichten zu urteilen, relativ gut war, so daß die Bund-tsbrüder gern zu den Veranstaltungen kamen. Diese bestanden im wesentlichenaus leichtathletischen Uebungen und Turnen, in einigen Verbindungen wurde auch geschwommen. Die Veranstaltungen fanden 1—2mal wöchentlich statt. Die Wanderungen fanden im Sommersemester nicht den von ihnen im Verbindungsleben gebührenden Platz. Es wurde häufig daniber geklagt, daß die Bundesbrüder an Wanderungen nur ungern teilnehmen Jedoch fanden in den Sommerunivc-rsitäten wahrscheinlich zahlreiche Privatwanderungen der Bundesbriider statt. Im W'Ln tersL'incsier 1 9 2 1 2 2 wurde in 15 Verbindungen sportlich gearbeitet, davon in 6 Verbindungen in relativ befriedigendem Maße. In erster Linie wurde wöchentlich einmal geturnt, in manchen Verbindungen *) Siele auch den Bericht über das Sommersemester. JSt., Jahrg. 18, Heft 4.