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Der jüdische Student · 1922-03-01 · Heft 2 (März 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 2 (März 1922)
Date
1922-03-01
Page
[Seite] (sequence 43)
Language
German
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Vom Präsidium. 91 Die hohe Zahl der Zionisten im Verhältnis zu den Nichtzionisten unter den Neuaufnahmen zeigt, daß die Propaganda \n den assimüantischen Kreisen nicht voll durchgeführt wird. Die systematische Hingabe an die Propagandatätigkeit ist um so wichtiger und technisch auch um so leichter, als die Zahl der Keilfüxe im Sinken begriffen ist. Ueber die Wichtigkeit der Keilarbeit und über den Mangel an politischem Sinn und an Verantwortlichkeitsgefühl der Bundesbrüdef ist kein Wort mehr zu verlieren. Es soll nur auf die praktische Vorbereitung des kommenden Sommersemesters hingewiesen werden. Die Vorarbeiten sind eingeleitet. Die Einteilung der Keilbezirke erseht Ihr aus nachstehender Tabelle. In vielen Bezirken, so in Berlin, Schlesien, Königsberg, Sachsen, Würzburg, Hamburg, Karlsruhe ist die Arbeit bereits mit einem erfreulichen Eifer aufgenommen worden, der hoffentlich mit entsprechenden Erfolgen belohnt wird. Sehr schlecht scheint bedauerlicherweise die Arbeit in Frankfurt, Freiburg, Heidelberg zu stehen. Alle Bundesbrüder haben sich bei ihrem Keilleiter zu melden und sich ihm für die Arbeit zur Verfügung zu stellen. Die Keilfüxe des Ortes und der Umgebung sind systematisch nach Schulen festzustellen und zu besuchen; bei zu großer Entfernung ist der Konnex mit ihnen durch Korrespondenz aufzunehmen. Den Keilfüxen ist zionistische Lektüre, Broschüren usw. zu geben, die evtl. vom Keilleiter angefordert werden können. Es ist der Ort des Studiums der Keilfüxe festzustellen, Ankunftszeit am Studienort, mit Charakteristik und Mitteilung über die Stellungnahme zu jüdischen Fragen dem Präsidium und der Verbindung sofort zu melden (evtl. telegraphisch, Auslagen werden notfalls ersetzt). Die Korrespondenz mit den Keilfüxen ist möglichst bis zur Aktivmeldung aufrecht zu erhalten. Auch Keilfüxe, die nicht aufgenommen werden sollen oder aussichtslos sind, sind mit Begründung der Stellungnahme zu ihnen zu melden, da hierdurch unnütze Arbeit erspart wird. Nach Möglichkeit sind in den Bezirken Keilveranstaltungen abzuhalten. Ueberaus wichtig ist der persönliche Konnex, der durch Keilreisen gewonnen werden kann. Vermutlich erscheint im März eine Werbeschrift, die vielleicht aus Sparsamkeitsgründen nicht an die Bundesbrüder versandt wird. Wir bitten daher, Bundesbrüder, die Verwendung für die Werbeschrift haben, diese bei ihrem Keilleiter anzufordern. Und nun mögen alle K. J. V. er, A. H. A. H. wie Aktive, freudig und energisch die dringendsten Verpflichtungen erfüllen, die sie gegenüber dem K.J. V. und der Zionistischen Organisation haben, um uns den Nachwuchs zu schaffen, den wir für eine gedeihliche For t a rbeit brauchen. ArthurStein. Bertram Fisher. Achtung! Das Ärbeiterfürsorgeamt verlangt für Berlin, Schlesien, Thüringen und noch andere Orte Leiter ihrer Aemter. Die Stellen sind gut bezahlt und bieten den Bundesbrüdern Gelegenheit, eine wirklich wichtige soziale Arbeit zu leisten. Bewerbungen sind zu richten an das Büro des Präsidiums. Ressort für zionistische Arbeit, gez. Leo Rosenblüth.

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