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Der jüdische Student · 1921-06-01 · Heft 4 (Juni 1921) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
18 (1921)
Issue
Heft 4 (Juni 1921)
Date
1921-06-01
Page
[Seite] (sequence 45)
Language
German
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Berichte 17a V. J. St. Hatikwah, Würzburg. Die Chargen waren in diesem Semester wie folgt verteilt: * Hermann Loeb * Ludwig Silber F. M. Julius Wetterhahn,*** Unsere Corona bestand aus 7 La.B.i.a.B. und 23 a.B.a.B.r von denen 12 Inaktiven- bzw. Generaldispens hatten. In den ersten Wochen widmeten wir uns energisch der Keilarbeit. Keilwart war Bbr. Berl. Das Ergebnis waren 5 Neuaufnahmen: 1. ehem. Walter Beyfuß aus Berleburg LW., 2. jur. Hugo Tannenbaum aus Hersfeld, 3. med. Herbert Hamburger aus Belgard i. P., 4. ehem. Julius Meyer, aus Schmalkalden, 5. med. Hermann Schauder aus Saarbrücken. Tendenzfuxenstunde gab Silber, K. J. V.-Unterricht Loeb. Otto Ballin erteilte einen jüdischen Geschichtskurs. Ein Palästinakurs konnte mangels eines geeigneten "Leiters nicht gegeben werden. — Den hebräischen Anfängerkurs gab Silber. Die übrigen Bundesbrüder hatten einmal in der Woche bei einem ostjüdischen Lehrer Unterricht, dessen Mangel nicht allein an den geringen pädagogischen Fähigkeiten des Lehrers lag, sondern auch darauf beruhte, daß dieser nur einmal in der Wochi hier» sein korinte. Ein Teil der Bundesbrüder arbeitete aber in kleinen Gruppen noch außerdem Hebräisch. — Unsere regelmäßig stattfindenden Sportabende hatten wir gemeinsam mit dem K. C, der Veda und dem V. J. AI Sie wurden von Ernst Simon II geleitet, der nebenbei bemerkt die bayrische Hochschulmeisterschaft über 800 m errang. Die Äußenarbeit erstreckte sich in diesem Semester in erster Linie auf > die Schekelaktion, die leider nicht das erhoffte Ergebnis hatte. — Erfreulich war dagegen die Arbeit für die „Jüdische Hilfe für das jüdische Kind", die zu dem Erfolg führte, daß vom 1.— 28. August eine Ferienkolonie in dem nahegelegenen Höchberg eingerichtet und von Würzburger jüdischen Familien versorgt und finanziert wird. — Der Zusammenhang der Bundesbrüder war im großen und ganzen recht schön. Er wurde sicher nicht zuletzt gefördert durch unsere Freitagabende, die abwechselnd bei verschiedenen Bundesbrüdern stattfanden, sowie durch unsere herrlichen Wanderungen und beliebten Floßfahrten. Das Präsidium hat, von uns aus betrachtet, im verflossenen Semester alles getan, um den Konnex mit den Verbindungen eng zu gestalten. Wir konnten uns im Verlauf von zweieinhalb Monaten über den Besuch von drei Präsidiumsmitgliedern freuen. Ein Werturteil über das vergangene Semester zu fällen ist schwer. Schlecht war es nicht. Aber es fehlte ihm zuviel, um es als gut zu bezeichnen. Es fehlte Jüdischkeit, es fehlen uns Formen. Wir vermißten schmerzlich ältere, reifere Bundesbrüder. Wir haben leider keinen A. H. am Platz. — Bei einem Teil der Bundesbrüder herrschte eine langweilige Interesselosigkeit und Trägheit, ein tiefbetrüblicher Mangel an Initiative und an mannhaftem, rückgratstarkem Schwung. Der Antrittskonvent des WI. S. ist auf Dienstag, den 1. November XI2S h.s.t. abends festgesetzt. — Zwecks Besorgung von Buden und in sonstigen Angelegenheiten wolle man sich wenden: bis zum 15. September an Fritz Engel, Blumenstraße 10, von da ab an Leo Neumann, Johanniterplatz 2,1. Personalia: A. H.-iert wurde:: Bbr. Max Lorch aus Nürnberg. Inaktiviert wurden: Otto Ballin, Leo Neumann, Ludwig Silber, unter der Bedingung, daß sie in diesem oder nächsten Semester das hebräische Examen bestehen. In den B. C. wurden rezipiert: Hanneraann und Martin Rosenblatt. Nathan und Freundlich bestanden das 2. chemische Verbandsexamen. Heinz Nagler machteden Dr. jur. et. rer. pol.,. Walter Rehfisch den Dr. rer. pol. Mannheim bestand das "Physikum. Bbr. Fritz Kamm aus Beuthen und Bbr. Paul Wolff aus Frankfurt wurde der Rat zum Austritt erteilt. < Hermann Loeb * V. J. St. Kadimah, Friedeberg. Mit nachstehendem Berichte wollen 'wir den Verbindungen^und Eartelfe^ nach nicht kennen. gelernt haben, einen Einblick in unser' Verbmdungsleben gebesn.

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