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Der jüdische Student · 1921-06-01 · Heft 4 (Juni 1921) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
18 (1921)
Issue
Heft 4 (Juni 1921)
Date
1921-06-01
Page
[Seite] (sequence 43)
Language
German
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Berichte 177 „Hatikwah", Halle. Die Gruppe war zu geregelter Innenarbeit wegen der ganz geringen Zahl der Bundesbrüder nicht fähig. Die einzelnen Bundesbirüder arbeiten in den verschiedenen jüdischen Organisationen; Es wurden rezipiert: Ernst Landau, rer.pol., Düsseldorf; Simon Schatz, ägr., Riga; . Alexander Gutfeld, jur., Berlin; Joseph Paul Salomonowitz,, Mährisch-Ostrau. Wir werden im nächsten Semester die .Gruppe schließen müssen, obgleich unsere Arbeit für ganz Mitteldeutschland notwendig ist, wenn nicht Bündesbrüder nach Halle kommen. Der Aufenthalt in Halle ist kein Opfer, da Halle , billig und schön gelegen ist und eine gute Universität, insbesondere eine ausgezeichnete landwirtschaftliche und medizinische Fakultät hat. Persona lia: A.H. Felixbrödt bestand das Assessorexamen; Bbn Werner Salinger bestand das Referendarexamen mit Prädikat. - ■ . Werner Rothenberg V. J. St. v,.Kadiman", Hamburg. Das Semester stand im Zeichen einer inneren Krisis, deren Ursachen mannigfaltig waren. Diese wurde noch aus dem vorigen Semester hinübergenommen und hatte auf das Leben der Verbindung lähmend gewirkt. Dem Schluß-Konvent des Wintersemesters 1920/21 wurde vorgeschlagen, die Verbindung zu suspendieren. Man sah davon einstweilen ab und ging in. die Ferien mit dem festen Entschluß, auf dem Antritts-Konvent des kommenden Semesters der zwitterhaften Existenz der Verbindung ein Ende dadurch zu machen, daß man sie entweder ganz auflöste, oder daß man ihr zu einem neuen, wirklichen Leben verhalf. Die Ferien hatten nichts Neues gebracht, auch waren keine neuen arbeitsfähigen Bundesbrüder nach Hamburg gekommen. Die Erneuerung konnte nicht von' selbst kommen, denn, wenn eis auch am guten Willen fehlte, so mangfeite es durchaus an der Tal — Der Antrag, die Verbindung zu suspendieren, wurde auf dem Antritts-Konvent dieses Semesters wiederholt, und nur infolge der rethorischen Überzeugungskunst einiger A. H. A. H. und ihrer Autorität kam dieser Antrag sogar nicht zur Abstimmung. Aber mit Rhetorik allein war uns nicht geholfen! Sonst ließ man alles beim alten, und die Verbindung führte ihre Scheinexistenz in Gestalt einiger kläglich besuchter Kurse weiter. Es wurde ein C. C. gewählt, bestehend aus : Mendel Wulff, Franck Dreyfuß und Hermann Dannemann, dem es an Autorität fehlte und dessen Energie infolge der völligen Indifferenz der Bundesbrüder sich nicht fruchtbar betätigen konnte. Der C. C. vermochte nicht, diese Indifferenz zu überwinden und fühlte sich genötigt^ die Existenzmöglichkeit der Verbindung nochmals zur Sprache zu bringen und dem Konvent klarzulegen, daß, wenn der alte Zustand fortdauern sollte, die Verbindung nicht weiterbestehen könne. Diese Erkenntnis wurde mehreren Bundesbrüdern, die, von dem Gedanken getragen, daß die Existenz einer K. J. V.-Verbindung in Hamburg unbedingt notwendig sei, 1. aus allgemein-jüdisch-politischen Rücksichten (zur Förderung der zionistischen Arbeit), 2. aus Erwägungen, die sich aus der Werbetätigkeit resultieren, beschlossen, die Verbindung zu reorganisieren. Das innere Bedürfnis aber nach gemeinsamer Arbeit hat diesen Entschluß durchaus primär bedingt. Auf einem Konvent, der vor sechs Wochen stattgefunden hat, wurde diesen Bestrebungen eine feste Form gegeben. Es wurde allen Bundesbrüdern, die nicht den festen Willen oder die Möglichkeit hatten, in Zukunft in der Verbindung mitzuarbeiten, nahegelegt, auszutreten. Es schied nur ein Bundesbruder aus. Es wurde dann eirr neuer C. C. gewählt (Hermann Dannemann, Salomon Wolff), und dieser wurde beauftragt, die Konsolidierung der. Verbindung durchzuführen und mit den dazu nötigen Vollmachten versehen. Die kurze Zeit* die uns bis zum Schluß des Semesters verblieb, wurde in dieser Richtung ausgenutzt. Durch gesellige Veranstaltungen, Wanderungen usw. usw. versuchten

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