Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 6 (Dezember 1920)
- Date
- 1920-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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298 Verschiedenes handlung über die Erfahrungen zu * schreiben, die in Bezug auf derartige nicht von Kommunen, sondern von privatem Kapital — das aber hierin behördlicher Kontrolle unterstellt ist — unternommene öffentliche Arbeiten in Deutschland und anderen kontinentalen Ländern gemacht worden sind. Es kämen in Betracht die Erfahrungen mit Eisenbahnen, Kleinbahnen, Trambahnen, Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerken, Hafenanlagen, Straßenbau usw. Zu erwägen wäre hierbei u. a. auch die interessante Frage, welche Faktoren bei der Festsetzung eines „angemessenen Profits" zu berücksichtigen sind. („Reasonable interest") 2. Des weiteren wäre es unseres Erachtens von Bedeutung, eine kritisch-vergleichende Darstellung der in verschiedenen Ländern bis jetzt unternommenen Schritte zur Bekämpfung der Bodenspekulation, besonders auch in Kolonialländern (Kiautschou!) zu schreiben. 3. Ein weiteres Thema wäre eine vergleichende Studie über die Reform der türkischen Grundsteuer in den früher türkischen Ländern Nordafrikas und des Balkans (Ägypten, Algerien, Tunis, Marocco, Cypern, Bulgarien, Griechenland usw.). 4. Die Zusammenlegung von zersplitterten landwirtschaftlichen Grundstücken (Erfahrungen in Deutschland und anderen Ländern). 5. Die Möglichkeiten der Erschließung von Wakufland für die landwirtschaftliche Kolonisation auf Grund der Erfahrungen in Tunis und auch in Ägypten. Sie werden darüber einiges in den Aufsätzen von Professor Anton, die in Schmollers Jahrbüchern 1899 —1901 erschienen sind, finden. 6. Schließlich können Sie, wenn es Sie interessiert, über die Möglichkeiten, in Palästina maritime Industrien zu entwickeln, schreiben." Verschiedenes Wir fordern alle Bundesbrüder, welche auf dem Kartelltag Beschwerden technischer Natur gegen das Präsidium bzw. gegen einzelne Ressorts vorbringen wollen, auf, uns hiervon schon je^t unter genauer Angabe Kenntnis zu geben, da das Präsidium nicht das gesamte Büromaterial nach Leipzig mitnehmen kann, und die Vertreter des Präsidiums ohne die Unterlagen des Büros keine Auskunft geben können. Das Präsidium Erklärung.*) Der Konvent des V.J.St. Bar Kochba stellt fest, daß die Erklärung des Kartellpräsiden Lelewer auf der Chargiertentagung, die Hauptaufgabe des Kartells sei die Bekämpfung gewisser Ideen, nicht von der V. J. St Bar Kochba geteilt wird. Sie hält es für notwendig, in der öffentlichkeit des Kartells, dem Eindruck, der sich infolge des J. St.-Berichts über die Chargiertentagung Heft 5 S. 219 ergibt, die Erklärung des Kartellpräsiden entspräche der Auffassung des Kartells, entgegenzutreten. Die V.J.St. Bar Kochba erblickt die Hauptaufgabe des Kartells in der Erziehung der Bundesbrüder zu zionistischen Pflichten. Sie glaubt, daß ihre Auffassung vom Kartell geteilt wird und auch von einem Kartellpräsiden geteilt werden müßte. Die V. J. St. Bar Kochba, Köln W. Bongartz* *) Die obige Erklärung wird auf Wunsch des V. J. St. Bar Kochba wiedergegeben. Die Ausführungen Lelewers sind offenbar von den betreffenden Delegierten völlig mißverstände» worden, nur so erscheint der ungerechtfertigte Ausfall gegen den Kartellpräsiden verständlich.