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Der jüdische Student · 1920-12-01 · Heft 6 (Dezember 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 6 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Berichte der Präsidialressoris 267 Auflösung der Hacheruth und die Aufnahme ihrer7 Bundesbrüder von seinen sportlichen Grundsätzen hat abweichen müssen, bleibt abzuwarten. Über die Gründung in Heidelberg läßt sich ein abschließendes Urteil noch nicht fällen, es scheint, daß die Gründungsschwierigkeiten bis jetzt noch nicht haben überwunden werden können. Die Gründung in München ist vom sportlichen Standpunkt aus als mißlungen anzusehen, es ist hier aus Mangel an Leitern, vor allem infolge der großen Zahl der weniger geeigneten Bundesbrüder, nicht gelungen, eine sportliche Erziehung über den Rahmen einer guten Normalkorporation hinaus zu gewährleisten- Gerade die Gründung der Makkabi aber zeigt andererseits, daß eine Normalkorporation mit guten sportlichen Veranstaltungen, auch wenn diese für einen Sport-V. J. St nicht ausreichend sind, einen guten Verbindungsbetrieb gewährleistet Die beiden Berliner Sportverbindungen, haben sich im abgelaufenen Jahre zur Zufriedenheit entwickelt. Neben dem Sport wurde mit Erfolg wieder erhöhter Wert auf gesellige Veranstaltungen gelegt. Am Anfang des Sommers hat der Ruder -V. J. St, wie bekannt, in Konsequenz der für die Zusammenarbeit mit der Turnerschaft beschlossenen Grundsätze eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Jüdischen Ruderklüb I v r i a begonnen, durch die auch" für die Ivria das Leibverhältnis, die Fuxenstunden und Kurse, sowie das Burschenexamen obligatorisch wurde. (Es handelt sich also nicht um eine eigentliche Fusion, wie offenbar irrtümlich von Bonn und Leipzig angenommen ist; eine Aufnahme der Ivria ins Kartell hat nicht stattgefunden und ist auch zum Kartelltag nicht beantragt.) Der Sport-V. J. St. hat ein ähnliches, aber wesentlich loseres Verhältnis mit der Sportabteilung des Bar Kochba begründet Bileski hat bereits im J. St. ausführlich dargelegt, aus welchen Gründen die Erweiterung dieser Verbindungsarbeit geboten war. Maßgebend waren sowohl äußere Gründe, wie die Schwierigkeiten der Bootsbeschaffung, die Schwierigkeiten in der Arbeit mit Kaufleuten, die alle kaufmännischen Korporationen zeigen, und die Möglichkeit, durch Konzentration der Arbeit und Ausschalten alles Nebeneinanderarbeitens erheblich an Kräften zu sparen, wie auch vor allem aber innere Gründe die Möglichkeit durch Wechselwirkung von Kaufleuten und Akademikern eine freiere und abgerundetere Erziehung zu erreichen und die Jugendarbeit auf eine breitere Basis zu stellen. Es erhellt auch ohne weiteres, daß zunächst gerade die Sportverbindungen die Erweiterung der Verbindungsarbeit in Angriff nehmen mußten, und daß auch sie nur diejenigen sind und sein können, die erst in der Praxis Erfahrungen sammeln müssen. Im Ruder-V. J. St. erscheint hinsichtlich. der jüngeren Leute der Versuch gelungen; es wäre aber verfrüht, ein abschließendes Urteil abzugeben. Mit Rücksicht auf die Eigenart der sportlichen Verbindungen wurden die Überweisungen aus den Sportverbindungen und in diese von dem Ressort für Turnen und Sport bearbeitet Die Situation in der Turnerschaft und die Stellung des K. J. V. zu ihr hat sich seit dem Turntag, über den ja ausführlich berichtet worden ist, nicht verändert. Leider ist auch die Mitarbeit an der Turn- und Sportzeitung, die für das K. J. V. schon im eigenen Interesse und im Interesse seiner Keilarbeit durchaus notwendig ist, nicht wesentlich besser ge-, worden. ' Walter Ka ts chke Bericht des Finanz 'Ressorts Das Finanzressort hatte im verflossenen Jahr die schwere Aufgabe, trotz der allgemeinen starken Preiserhöhungen einigermaßen mit dem durch den letzten KarteUtag vorgeschriebenen Etat auszukommen. Es . war infolge der großen, plötzlichen Preissteigerung in der ersten Hälfte des Jahres und infolge der zahlreichen Austritte von Bundesbrüdem und namentlich von Alten Herren nicht möglich, den Etat vollständig ein-' zuhalten, jedoch besteht „für die Ausgaben, namentlich in der noch zu

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