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Der jüdische Student · 1920-12-01 · Heft 6 (Dezember 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 6 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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262 , Berichte der Präsidialressorts schlecht und daher fast ohne Ergebnis war die Arbeit in Hamburg. Ebenso war-die Arbeit sehr söhlecht in Berlin, und zwar nicht an der Universität, sondern in Berlin als Heimatsbezirk betrachtet. In der Provinz fiel ferner besonders Mannheim auf, wo bei einer Anwesenheit von zirka 10 älteren K. J. V,-ern und zirka 12—16 Keilfüxen überhaupt nichts erreicht würde. Die übrigen Verbindungen haben durchschnittliche Arbeit geleistet, Bonn war besonders gut. Bei den Vergleichen zwischen den Verbindungen muß noch berücksichtigt werden, daß die von den Sportorganisationen geleistete Arbeit nicht voll in ihren zahlenmäßigen Ergebnissen zum Ausdruck kommt, da sie häufig gezwungen sind, Keiftüxe aus physischen Gründen anderen Verbindungen abzugeben, und da sie auch sonst aus sportlieh-technischen Gründen gewisse Schwierigkeiten vorläufig rioch zü überwinden haben. Die Gründung des B.Z.K, hat die Keilarbeit an einigen Orten dahin beeinflußt, daß die Hauptkämpfe zwischen ihm und uns ausgefochten wurden und hierdurch unser Kampf gegen den K. C. erheblich beeinträchtigt würde. Es zeigt sich hier, was wir früher bereits gesagt haben, daß der B. Z. K. nicht eine neue Schicht von Keilfüxen gewinnen würde, sondern sich mit uns nur über die an sich schon für uns in Frage kommenden Keilfüxe streiten würde. Es hat sich hierbei weiter gezeigt, daß an allen Orten, an denen unsere Bundesbrüder zuverlässig arbeiten, der B.Z.K, gar keine oder nur geringe Erfolge erzielen kann (Würzburg, Heidelberg), und daß er nur dort vordringt, wo unsere Bundesbrüder schlechte Arbeit leisten (Berlin, Breslau, besonders hervorstechend München im Sommersemester). In Großstädten wie Berlin und Breslau kann selbstverständlich jede neue Verbindung Füxe für sich gewinnen. Eine Keilstatistik hat erst dann vollen Wert, wenn wir unsere Zahlen mit denen des K. C. und der paritätischen Verbindungen sowie denen der jüdischen Abiturienten und Studenten überhaupt vergleichen können. Dies war mir nicht möglich, weil die Angaben unserer Verbindungen und der anderen Verbände nicht zuverlässig sind und unpünktlich gemacht werden, und weil ein Teil des Materials nur mit sehr erheblichen Schwierigkeiten zu beschaffen ist, denen ich mich nicht auch noch unterziehen konnte. Der B. Z. K. dürfte nach meiner Schätzung im Zwischensemester zirka 15, im Sommersemester zirka 25 Neuaufnahmen bei 7 Verbindungen gehabt haben. t * Die Tabellen stellen unsere Neuaufnahmen nach Verbindungen und nach Heimatsbezirken geordnet dar, die letztere ist naturgemäß nicht vollständig. Die in Klammern gesetzten Zahlen bezeichnen die erstsemestrigen Füxe, die als wieder ausgetreten gemeldet worden sind. Von den neuaufgenommenen Füxen stammten 4 bzw. 10 aus der Orthodoxie, 5 bzw. 24 aus dem Blau-Weiß, 8 bzw. 10 aus Turnerschafts- und Ruder-Abteilungen, 6 bzw. 7 aus anderen natio-

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