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Der jüdische Student · 1920-12-01 · Heft 6 (Dezember 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 6 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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260 Berichte der .Präsidialressorts \ Semesters, mindestens die Hälfte, sind Füxe, die normaler Weise zu den Aufnahmen des Sommersemesters zu rechnen wären und die lediglich zu früh aufgenommen worden sind. Das zweite Zwischensemester dieses Jahres zählt für die Keilarbeit überhaupt nicht mehr. Im Vorjahre war infolge der Rückkehr der jüngeren Semester aus dem Kriege und infolge der zahlreichen Notabiturienten der Jahre 1918/19 eine ungewöhnlich starke Anhäufung von Keilfüxen vorhanden, während in.diesem Jahre die Zahl der Keilfüxe weit unter den Durchschnitt fiel, da infolge der erwähnten Notabiturien die Oberklassen sehr geleert waren. Überaus erheblich für das Abflauen der Keilarbeit war auch die geringere Tätigkeit in den Heimatsbezirken. Nach Beendigung des Krieges stellten sich uns vielfach die jungen Alten Herren und die Bundesbrüder, die zwar noch studierten, aber schön vor dem Kriege aktiv waren, zur Arbeit zur Verfügung. Dies kam im wesentlichen nicht den Verbindungen, wo gerade ein Mangel an solchen Leuten herrschte, sondern den Heimatsbezirken zugute. Es handelte sich hier gerade um Leute, die den Anforderungen der Keilarbeit gerecht werden konnten und auch technisch sorgfältig arbeiteten. So war die Keilarbeit des Vorjahres in den Heimatsbezirken zum Teil nicht schlecht vorbereitet. Diese Bundesbrüder standen jetzt im oder unmittelbar vor dem Examen, sie zogen sich infolge einer gewissen Müdigkeit zurück, oder sie waren mit anderer zionistischer Arbeit (Ortsgruppe, Keren hajessod usw.) zu überlastet«oind zu wenig" im Zusammenhang1 mit dem eigentlichen Verbindungsleben, um die Keilarbeit noch weiter zu führen. Unsere jungen Bundesbrüder waren noch nicht weit genug, um diese Arbeit aufzunehmen und so klaffte hier, wie überall, infolge des Fehlens der Zwischengenerationen eine nicht auszufüllende Lücke. Es ist ein ganz guter Scherz, aber doch nicht ganz richtig, wenn das Präsidium des B.Z.K, in einem Rundschreiben an seine Verbindungen mit Bedauern konstatiert, daß der B.Z.K, nicht kräftig genug sei, um eine systematische Keilarbeit in den Heimatsbezirken durchzuführen, daß dies aber nicht so schlimm sei, da ja z.B. das K. J.V. ohnedies jahrelang „die besten Erfolge" gehabt habe. (Es ist »ein Witz, weü einer der Hauptgründe der Spaltung angeblich das Versagen der Keilarbeit war.) Wir wollen es vermeiden, aus der Not eine Tugend zu machen und Schwierigkelten dadurch zu beseitigen, daß wir sie gefärbt darstellen. Wir müssen ohne weiteres feststellen, daß der Schwerpunkt der Keilarbeit nach wie vor in den Heimatsbezirken liegt, und im Interesse einer qualitativ guten- Keilarbeit — und nur diese ist wesentlich — liegen muß. " Es kommt hinzu eine gewisse Müdigkeit, die während eines Teiles des Berichtsjahres die Aktivitas lähmte, und die durch die Spaltung* im wesentlichen aber durch die Situation in der zio-

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