Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 2 (April 1920)
- Date
- 1920-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Vom Präsidium 101 Dritte Präsidiumssitzung vom Mittwoch, den 11. 2» 20 Ort: Präsidiumsbüro, Zeit: 8V2 Uhr Anwesend: Lelewer, Biieski, Blumenfeld, Katschke, Katz, Kirschner, Lipschitz, Löwenstein, S. Moses, Perl, Preuß, Rosenbaum, Rosenberg, Arthur Stein, Siegbert Stein. 1. Von der Kadimah Wien liegt ein Antrag vor, ein Heft des J. St. als Festnummer der Kadimah anläßlich ihres 75. Semesters herauszugeben und die Redaktion dieser Nummer der Kadimah zu überlassen. Es wird beschlossen, der Kadimah einen Zuschuß von M. 500.— für eine von ihr herauszugebende Festnummer anzubieten. 2. Es wird beschlossen, nicht ein ausführliches Protokoll der Kartelltagsverhandlungen abzudrucken, sondern nur einen Auszug im J. St. zu veröffentlichen. 3. Löwenstein berichtet über einen bei der Jüdischen Rundschau vom B Z. K. eingereichten Artikel über die Gründung des B. Z. K. Dieser Artikel enthalte im einzelnen unrichtige Angaben, die nicht ohne Gegenerklärung unsererseits veröffentlicht werden könnten. Eine von unserer Seite vorgeschlagene Aenderung habe der B. Z. K. abgelehnt. Es wird beschlossen, daß die Jüdische Rundschau ersucht werden soll, einen Gegenartikel des K. J. V. gleichzeitig mit dem Artikel des B. Z. K. zu veröffentlichen, falls der Artikel des B Z. K. von diesem nicht geändert wird. Ein Entwurf unseres Gegenartikels, den B leski vorlegt, wird genehmigt. 4. Ein Antrag des B. V. Oberschlesien auf Einleitung von Fusionsverhandlungen mit dem B. Z. K. und Einberufung eines a. o. K. T. soll den Korporationen unter gleichzeitiger Darlegung des ablehnenden Standpunktes des Präsidiums mitgeteilt werden. 5. Eine Entschließung einer Anzahl Breslauer Bundesbrüder, in der neben den Ausgetretenen auch das alte Präsidium als an der Spaltung schuldig bezeichnet wird, liegt mit dem Antrage vor, sie im J. St. zu veröffentlichen. Die Breslauer Bundesbrüder sollen um Zurückziehung dieses Antrages ersucht werden. 6. Eine Erklärung der A. K. Breslau, wonach gegen die Bundesbrüder, die erklären, sich nicht an der Keilarbeit zu beteiligen, energisch vorgegangen werden soll, wird zur Kenntnis genommen und gebilligt. 7. Siegbert Stein berichtet über Streitigkeiten zwischen Würzburger Bundesbrüdern und Angehörigen des dortigen ß. Z. K.-Stammtisches. Die Streitigkeiten sollen einem Schiedsgericht zur Entscheidung vorgelegt werden. 8. Das Protokoll der letzten Sitzung wird genehmigt. 9. Rosenbaum teilt mit, daß die Liste zu den Wahlen des Berliner Studentenparlaments infolge der Nachlässigkeit eines Bundesbruders nicht vorschriftsmäßig eingereicht werden konnte, und daß der von einem Bundesbruder mit 50 Namen von Bundesbrüdern unterzeichnete Wahlvorschlag nicht als gültig anerkannt wird. Es soll zunächst an der Gültigkeit des Wahlvorschlags festgehalten werden, evtl. soll inoffiziell mit der sozialistischer! Studentenpartei wegen Aufnahme einiger unserer Kandidaten auf ihre Liste verhandelt werden.