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Der jüdische Student · 1920-02-01 · Heft 1 (Februar 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 1 (Februar 1920)
Date
1920-02-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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18 Vom Präsidium Die Werbearbeit 'Nachstehend werden die Adressen der» Keilleiter für die kommende Keiperiode -mitgetÄ. Die Keilleiter werden die Bundesbrüder ihres Bezirks sammeln und ihre Arbeit beaufsichtigen, die Bundesbrüder werden sich bei dem Leiter des Bezirks, in dem sie sich dauernd odervorübergehend aufhalten, melden, ihn d(n seiner Arbeit unterstützen und seinen Weisungen folgen. Der Zusammenschluß der Bundesbrüder wird durah das in diesen Tagen erscheinende Adreßbuch gefördert werden. Von den alte-, aen Bundesbrüdern muß erwartet werden, daß sie überall mlit Rat und Tat helfen, ihre Bibliothek und ihr Heim zur Verfügung stellen, von den iün- H gieren, «daß sie dffle technischen Arbeiten pünktlich erledigen Die Leiter sind berechtigt und verpflichtet, gegen Bundesbrüder, .die gar nicht oder nachlässig arbeiten, mlit allen Mitten der Disziplinargewalt vorzugehen — mit Rücksicht auf den Zweck der Tätigkeit wie aus Gründen der Erziehung. Soweit in Einzelfällen .die Werbetätigkeit aus Prinzip verweigert wird und diese Stellungnahme durch freundschaftliche Rücksprache nicht zu beseitigen ist, müssen .die betreffenden Bundesbrüder die letzten Konsequenzen aus ihren Ansichten ziehen und das Kartell verlassen, denn die Erfassung: möglichst vieler junger Juden ist ein Teil unseres Programms, der für alle Bundesbrüder verbindlich ölst. Wir können es .nicht zulassen, daß Biuidesbrüder von der Arbeit des Kartells dffle Nutznießung ziehen, soweit es ihnen paßt, im übirigen aber die VerpfMchttingen, die ihnen auferlegt werden, auf andere abwälzen. Ich mache auf folgende Punikte aufmerksam, die zum Nachteil unserer Arbeit noch häufig übersehen werden: Jeder Bundesbruder gebe die Namen und Adressen der Keilfüxe, die uns noch nicht genannt worden sind, dem Präsidium und dem KeHbesirk* in welchem der Keilfux sich aufhält, an. Es ist vorgekommen, daß wir von Keilfüxen, die nahe Verwandte von Bundesbrüdern waren, erst Kenntnis erhalten haben, als sie in andere Verbindungen eintraten! Jeder Bundesbrüder hat an seinem Ort und in der Umgegend systematisch die hohen Schulen, alsdann für jede Schule die Liste der iudischen Schüler in den oberen Klassen festzustellen. Die jüngeren Bimdesbrüder müssen die Verbindung mit ihren früheren Mitschülern aufrecht erhalten. Die Ankunft von Keilfüxen an den Universitätsorten ist rechtzeitig und möglichst genau der Verbindung und dem Präsidium mitzuteilen, letzterem» damit sofort eine Kontrolle ausgeübt wird. Hat elin Bundesbrüder innerhalb von acht Tagen vom Präsidium den Eingang seines Schreibens nicht bestätigt erhalten, so kann er annehmen, daß sein Schreiben verloren gegangen ist, und daß es wiederholt werden muß. Vielfach werden Enttäuschunigen und Entgleisungen dadurch hervorgerufen, daß die Bundesbrüder unzutreffende Berichte über das Stadium geben, in dem sich der Keilfux befindet. Ein Keilfux, mit dem man einige Worte gewechselt hat, ist nicht „vorgekeüt". Als „sicher" betrachte man am besten überhaupt keinen Keilfux. Unsere Tätigkeit wöird sehr erschwert dadurch, daß manche Bundesbrüder unsere Anfragen überhaupt nicht, die meisten sie aber sehr unkorrekt beantworten. Bundesbrüder, die für einige Zeit außerhalb ihres Wohnortes keilea oder Kielreisen unternehmen wollen, werden gebeten, sich beim Präsidium' zu meiden. Liebe Bundesbrüder! lieberal, wo unsere Arbeit stockt, (ist der tiefere Grund in dem Mangel an Menschen zu suchen. Tut alles, damit der Mangel wenigstens für die Zukunft beseitigt wird! Das Werberessort: Arthur Steift

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