Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 4 (August 1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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197 Mm 3m SU fflwla<li Heidelberg* Unser Antrittskonvent besetzte die Chargen folgendermaßen: Herbert Foerder* Richard M a r fc e 1 ** F. M. - Franz Tannhairser*** Ferdinand. Ä-.g u! ix i k K.W. Der Rahmen unserer Arbeit in Heidelberg ist .naturlich, da wir es mit einer Sommeruniversttät zu tun haben, an sich beschränkt Ein einiger- "maßen großes Arbeitsfeld fanden wir in Mannheim, wo wir' in innigem Konnex mit der dortigen' Ortsgruppe standen. Wir hielten dort mehrere Vorträge, turnten im .J. T. V, und arbeiteten im Blau-Weiß. Unsere Außen* arbeit, die wir in diesem Semester besonders betonten, erstreckte sich auf die unmittelbare Umgebung von Heidelberg, wo "wir in .einigen jüdischen Gemeinden Vorträge hielten und so versuchten; .auch die jud. Bevölkerung der kleineren Städte für unsere Sache zu gewinnen. — In einer neugegrundeteri Gruppe jüd. Studentinnen gab- Bbr. Foerder einen Tendenzkurs. Unsere Keilertolge — 16 —.waren befriedigend.' Nicht unerwähnt Sassen wollen wir unsere öffentliche Versammlung^ in der Nahum Gold* m a n n über „Juden und Deutsche" referierte. Es war für uns selbstverständlich, daß diese im großen und ganzen gut gelungen^ Außenarbeit nur geleistet werden könne, wenn wir unsere Innenarbeit mehr als je in den Vordergrund stellten* Wir trieben viel Sport, wanderten ziemlich regelmäßig, ein Teil unserer Bundesbrüder ruderte in imstrer in diesem Semester gegründeten Rudergruppe. (Auch hier sei angemerkt, daß wir der pekuniären" Unterstützung aller unserer Alten Herren dringend bedürfen I) Im Mittelpunkt unserer Innenarbeit stand natürlich Hebräisch, das für alle Bundesbrüder (außer erstsemestrigen Füxen) —4 Stunden wöchentlich — offiziell war. Wir machten unter der ausgezeichneten und umsichtigen Leitung von Bbr. Wen drin er in der relativ' kurzen Zeit recht große Fortschritte. A. H. Dr.F. L. Mey er gab ein sehr gutes Seminar: „Soziologie der Juden im 19. Jahrhundert*4, Bbr. Bbr. Foerder Tendenz, Cohn Geschichte, Tannhaus er Palastinakunde, Erich Fromm - eine Einführung in das Gebetbuch. Nach dem anfänglichen Fiasko mit einem hebr. Lehrer ubernahm Bbr. N a c h m annsoh n einen Ägnon-Kurs für Vorgerücktere- Anstelle des K. J. y.-Unterrichts besprachen wir zwanglos im Kreise jüngerer Bundesbrüder zionistische, sowie allgemein interessierende Fragen. Es zeigt sich, daß diese Art des Zusammenarbeitens für unsere jungen Bundesbrüder recht geeignet ist, in innigen Konnex mit den älteren zu kommen. Zahlreiche Vorträge (genannt seien nur Ernst Simon 1: „Moses Mendelssohn", Dr. KStttzkni — N. Gold mann: „Die Politische Lage", F. L. M eyer: ^Zionismus als sozialistisches Probtem") gaben uns des öfteren Gelegenheit» aktuelle Probleme zionistischer Politik zu diskulleren. Personal i,a. Neu aufgenommen wurden: 1. med. Alfred Stern, Ssmrnern'Rhld. 2. um et carn. Arthur Marschall, Heidelberg 3. med. Hennatm Metzger, Worms 4. pML Edgar Rosenau, Frankfurt a, M. 5. rer. pol. Fritz Hammersc h l a g, Berlin 6. hin et cam. Ernst Hamnierschiag, HainekifWeser 7. iur. Karl Ahe n Ii e \ m e t\. Mannheim S. med." Werner Sie i n, Berlin-Schöneberg 9. rer. merc. Hermann Ü r e ti $ t e t m Hannover 10. med. Jakob E111 i n g e rr Karlsruhe 11. phii Heinz Pf laum. Berlin 12. iur. Ernst Weiß mann, Charlottenburg 13. phtL Max Stetn, Schweinfitrt 14 phii. Arthur M eyer, Karlsruhe 15. als G. V. G. km ]* So sen st ein* Zürich ■;iü „ „■ med. Emst Bernhard, Berlin . ' ,