Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 7 (12.3.1915)
- Date
- 1915-03-12
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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210 Der Jüdische Student „Der hochoffizielle Konvent der V. J. St-en K a d i m a h und Jordan ia hält es für wünschenswert, daß dieVorarbeiten für eine spätere Fusion der beiden Verbindungen in Angriff genommen werde n." Sodann beriet der Konvent über die gemeinsamen Arbeiten, speziell Keilarbeit. Die Arbeitsleitung wurde A, H. Dr.Wassermann und Weil übertragen. Wir haben die Keilarbeit bereits sehr intensiv in Angriff genommen. Wir ziehen Erkundigungen über sämtliche Münchener Abiturienten und Primaner ein und treten mit den im Felde Stehenden in Korrespondenz. Es zeigte sich, daß die Keilfüxe im Felde den jüdischen Dingen sehr lebhaftes Interesse entgegenbringen. Ferner wählte der Konvent einen genieinsamen E, R., bestehend aus A. H. Dr. Wassermann, A. HL Dr. S t r a u s und Weil Personalia: A. H. wurden Elias R o s e n b a u m und Schneemann. 18. Februar Weil * * * V.J.Stlvria, Freiburg. Nichts Berichtenswertes. Die Keilarbeit blieb erfolglos. Personalia: Schwabacher und Schräm ec!{ (Stammt. Straßburg) bestanden ihr Burschenexamen. Der Konvent lehnte das Aufnahmegesuch des Herrn Edgar Trautmann, Bruder des ehem. Bbr. R. Trautmannn, ab. *' 23. Februar Henri Schwabacher & * « V. J. St f vria, Freiburg. Der Pux O p p e n h e i m e r trat wieder ans. — Sonst nichts Berichtenswertes. 25. Februar v G r o ß bercer * * VJ.St Maccabaea, Königsberg. Wir stehen am Schlüsse des Kriegssemesters, das in der Tat auch ganz im Zeichen des Krieges stand, Die meisten hier anwesenden Bündesbrüder waren durch ihren militärischen Dienst oder durch ihre Beschäftigung in den Lazaretten verhindert, sich im Verein zu betätigen. So gut es ging, wurde der Verbmdungsbetrieb aufrecht erhalten. Es wurde zweimal wöchentlich auf der Kneipe gefochten, und einzelne Bundesbrüder turnten im jüdischen Turnverein- Die Fuxenstunden wurden regelmäßig erteilt von S a n d 1 e r (Tendenz) und O o id b e r g (Komment). Mehrere Vortragsabende gaben uns Gelegenheit, uns über unsere Stellungnahme zum jetzigen Kriege Klarheit zu verschaffen. A, H- Rosenbaum sprach über „Der Krieg und die Juden", A. H. Pelz über »Nationales Empfinden**, und L a. B, S a n d l e r hielt ergänzend ein Zettungsreferat Auf allen Versammlungen herrschte ein gemütlicher und herzlicher Ton. Auch das „Rumchen4* kam wieder zu Ehren. Personalia: A. H. Rosen bäum, der schwer verwundet war, ist wieder vollständig hergestellt — Unserm Fuxen Jacobsohn wurde das Austrittsgesuch genehmigt. — Der Fux Pomeranz vermählte sich mit Fräulein Helene Pinette. 22. Februar S a n d 1 e r